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Stägehus-Areal soll überbaut werden

Im Thuner Schorengebiet wird in absehbarer Zeit eine der letzten grossen Landreserven überbaut: Die Eigentümer des Gebiets Stägehus haben ihr 18 Hektaren grosses Areal zum Verkauf ausgeschrieben.

Das Areal Stägehus mit dem schützenswerten Bauernhaus (links) wird verkauft. Auf dem 18,7 Hektaren grossen Gelände können rund 130 Wohnungen gebaut werden.
Das Areal Stägehus mit dem schützenswerten Bauernhaus (links) wird verkauft. Auf dem 18,7 Hektaren grossen Gelände können rund 130 Wohnungen gebaut werden.
Patric Spahni

In der Ecke zwischen der Schorenstrasse und der Bubenbergstrasse, gleich gegenüber dem Firmengebäude von Meyer Burger, wird heute noch Landwirtschaft betrieben. Die 18,7 Hektaren grosse Fläche im sogenannten Stägehus ist verpachtet. Das schützenswerte Bauernhaus, dessen Ursprung ins 16. Jahrhundert zurückgeht, ist vermietet (vgl. Kasten).

Besitzerin ist eine Erbengemeinschaft. «Sie hat sich nun dazu entschlossen, die Parzelle an den Meistbietenden zu verkaufen», erläutert auf Anfrage Matthias Zellweger, der mit dem Verkauf beauftragt worden ist. Der Verkauf solle diesen Sommer abgeschlossen werden. «Das Interesse ist gross, auch von auswärtigen Investoren», erzählt Zellweger. Der Verkauf erfolge an das finanziell wie inhaltlich beste Angebot.

Überbauungsordnung nötig

Das Areal ist eine der letzten grossen Baulandreserven der Stadt Thun. Es liegt heute in der Wohnzone W3+ und weist eine Ausnützungsziffer von 0,8 aus. Damit kann eine Bruttogeschossfläche von rund 15'000 Quadratmetern erstellt werden. Dies entspricht etwa 100 bis 130 Wohnungen.

Das Land ist bereits seit 1977 mit einer Überbauungsordnung unterlegt, welcher ein Investor vor Einreichen des Baugesuchs erstellen müsste. «Im Hinblick auf die in der Revision der Ortsplanung angestrebte Verdichtung eröffnen sich da zusätzliche Möglichkeiten», betont Zellweger. Das gestalterische Entwicklungspotenzial und damit auch die Ausnutzung dürften grösser sein als im heutigen Zonenplan vorgesehen. Damit werde das Areal auch für Investoren interessanter.

Von Ortsplanung tangiert

Diese Entwicklungsarbeit fällt in den laufenden Prozess der Revision der Ortsplanung. «Ziel ist es, die Entwicklungsabsichten dort einzubringen und diese mit der Genehmigung des Baureglements und des Zonenplans zu festigen», hält Zellweger fest. Nach heutigem Stand tritt die neue Gesetzgebung etwa 2021 in Kraft. Erst dann kann ein Baugesuch eingereicht werden. Die ersten Wohnungen wären damit frühestens 2023 fertig.

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