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Statt Wäsche zum Waschen gibts Bier hier in Flaschen

Zu wenig Platz, um genug Bier produzieren zu können: Die Brauerei Thun AG zieht um.

In diesem Raum wird das Thun-Bier ab September gebraut. In der Zwischenzeit bauen Handwerker das Gebäude um.
In diesem Raum wird das Thun-Bier ab September gebraut. In der Zwischenzeit bauen Handwerker das Gebäude um.
Marc Imboden

Jetzt ist die Katze aus dem Sack: Die Brauerei Thun AG hat sich in den Räumen der ehemaligen Wäscherei Reinhard an der Kyburgstrasse im Grabengutquartier eingemietet, wie Braumeister Bruno Stoller und Kommunikationsverantwortliche Nicole Kaufmann exklusiv gegenüber dieser Redaktion erklärten.

Ein wahrer Glücksfall, wie die beiden betonen: Sie können das Thun-Bier ab September unter Bedingungen produzieren, die alles aufweisen, was des Brauers Herz begehrt: hohe Räume mit Strom-, Gas- und Wasseranschlüssen und vor allem viel mehr Platz als am Schweizerweg, wo der Hopfen-und-Gerstenaft bisher zur Reife gebracht wurde. «Unser Problem war der fehlende Raum dafür, das Bier für sechs bis acht Wochen bei 8 bis 10 Grad zu lagern», sagt Stoller. In der ehemaligen Wäscherei arbeiten Handwerker zurzeit auf Hochtouren, um die Infrastruktur zu komplettieren. Die Produktion kann damit von 900 auf 1800 Hektoliter jährlich erhöht werden.

Neben Brau- und Kühlraum sowie Büros entsteht auch ein Degustationsraum: eine mit Glas eingefasste Galerie, in demdie Besucher freie Sicht aufden eigentlichen Brauvorgang haben.

«Alles wird einfacher»

Ein weiteres Plus des neuen Standortes betrifft die Auslieferung: Die Paletten mit den Bierflaschen können direkt auf die Transportfahrzeuge geladen werden. Das war am Schweizerweg nicht möglich: «Dort mussten wir das Bier zweimal in die Hand nehmen, um es abzutransportieren», sagt Nicole Kaufmann. «In der früheren Wäscherei wird alles ein bisschen ein­facher.»

Dass der Platz am Schweizerweg – bloss ein paar hundert Meter vom neuen Standort entfernt – zu knapp ist, hatte sich bereits vor ein paar Monaten abgezeichnet. «Wir sind Opfer unseres Erfolgs geworden», freut sich Nicole Kaufmann. Der Absatz lief bisher so gut, dass die Thuner Bierbrauer viermal mehr produzierten, als sie noch vor einem Jahr annahmen. Was den Braumeister besonders überraschte: «Wir sind überregional bekannt und liefern sogar in die Ostschweiz. Dabei gingen wir zu Beginn davon aus, dass sich die Nachfrage auf die Region Thun beschränken würde.»

www.thunbier.ch

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