Suva investiert 17,5 Millionen

Thun

An der Aarestrasse sind die Baumaschinen aufgefahren. Für rund 17,5 Millionen Franken realisiert dort die ­Immobilienabteilung der Suva ein neues Wohn- und Geschäftshaus.

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Der Ort ist ziemlich auffällig, ja gar prominent. An der Aarestrasse 36 in Thun sind seit ein paar Tagen die Baumaschinen am Werk. Mit viel Getöse werden Elemente für eine Spundwand in den Untergrund gerammt. Sie markieren den Start für einen Neubau, der zwischen dem Aarezentrum und dem Bürobau aus den 1960er-Jahren eine Baulücke in der Stadt schliessen wird.

Bis vor kurzem waren dort noch Fahrzeuge der Anwohner abgestellt. «Nicht zuletzt hat auch der Siedlungsdruck dazu geführt, dass hier jetzt ein Neubau entsteht», sagte Planer Heinz Brügger, Geschäftsführer der Brügger Architekten AG aus Thun, beim offiziellen Spatenstich.

Er wies darauf hin, dass die Planung für das Projekt einige Jahre in Anspruch nahm. Vorab, weil es sich, nahe an der Aare gelegen, um einen nicht ganz einfachen Baugrund mit Grundwasser handelt. Die zentrale Lage ­sowie die rasche Erreichbarkeit der im Alltag wichtigen Einrichtungen würden dem Ort aber eine grosse Attraktivität ver­leihen.

«Ein Gewinn für die Stadt»

Realisieren wird den Bau die Immobilienabteilung der Suva. «Das neue Gebäude wird einen Gewinn für die Stadt und die Nachbarn bedeuten», meinte deren Leiter Norbert Metzger. Dies zeige sich auch daran, dass während der Baupublikation keine einzige Einsprache eingegangen sei.

Und Metzger erklärte, dass der bekannte Unfallversicherer jährlich 150 bis 200 Million Franken Versicherungsgelder in Immobilien investiert, um damit zur langfristigen Sicherung der Renten beizutragen. In Thun investiert die Suva rund 17,5 Millionen Franken in den Neubau.

Entstehen werden 35 Mietwohnungen. 25 davon sind als 2½-Zimmer-Wohnungen geplant. Weiter sind je fünf 1½- und 3½-Zimmer-Wohnungen vorgesehen. Die Wohnungen seien vorab für junge Leute wie auch ältere Personen ausgerichtet. Im ersten Obergeschoss und im Erdgeschoss sind Verkaufs- und Dienstleistungsflächen wie auch Möglichkeiten für Büros im Bauprogramm, die ebenfalls vermietet werden sollen. «Für die Geschäftsflächen gibt es bereits konkrete Interessenten», hielt Norbert Metzger gegenüber dieser Zeitung fest, ohne konkreter zu werden. Zudem werden 26 Einstellhallenparkplätze gebaut.

Läuft alles rund, dürfte die Stadtlücke im Sommer 2020 endgültig geschlossen sein, und Wohnungen wie auch Gewerbeflächen sollten bezugsbereit sein.

«Verkehr nicht behindert»

Auch wenn die Baustelle gross ist und in der Thuner Innenstadt auffällt, soll es an der viel befahrenen Aarestrasse keine besonderen Einschränkungen für Passanten und Automobilisten geben. Zwar müssen die Fussgänger entlang der Arkade Aarestrasse provisorisch die Seite wechseln. «Die Baustelle wird aber nicht zu Verkehrsbehinderungen führen», betonte Planer Heinz Brügger. Auch der Malerweg sei für Fussgänger passierbar, und die dortigen Parkplätze wie auch die Tiefgarage seien erreichbar.

Thuner Tagblatt

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