«Thun hat ideale Voraussetzungen als Velostadt»

Thun

Wir fühlen den Thuner Gemeinderatskandidierenden auf den Zahn. Heute Manfred Locher (EDU).

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Manfred Locher (EDU)

(Bild: PD)

Sie sind mit 62 Jahren der älteste Kandidat und nähern sich dem Pensionsalter – müssten in Thun nicht Jüngere Verantwortung übernehmen?
Seit Jahren freue ich mich über meine ehemaligen Schülerinnen und Schüler, die in Gemeinderat und Parlament Verantwortung übernehmen. Engagement färbt ab. Die Vorstellung, mit drei Ehemaligen im Gemeinderat zu wirken, ist verlockend. Lebenserfahrung der Alten und visionärer Tatendrang der Jungen sind ein erfolgversprechender Mix.

Was bedeutet Thun für Sie?
Thun ist die Stadt meiner Vorfahren (Grossvater Progy-Promotion 1918), meiner militärischen Ausbildung, meines beruflichen Werdeganges und vor allem meiner stetig wachsenden Familie. Thun ist meine Heimat geworden.

Wo hapert es in Thun?
Der aktuelle Gemeinderat muss ausbügeln, was in der Vergangenheit verschlafen wurde: Sportstättenplanung, Sanierung von Infrastrukturbauten, Arealerschliessungen. Dadurch fehlt der finanzielle Spielraum für neue Projekte. Gewisse Kreise sperren sich dann aus finanzpolitischen Gründen gegen machbare Vorhaben (Beispiel Veloständer Bahnhof). Um dennoch innovativ zu wirken, schwärmen die Gleichen von Leuchtturmprojekten, die aber sicher nie umgesetzt werden können. Ich hoffe, die Thunerinnen und Thuner lassen sich nicht blenden.

Was lieben Sie an Thun?
Lage, Klima, Schul- und Sportangebote, Service public, attraktive Organisationen mit vielfältigen Angeboten wie zum Beispiel Kadetten, EHC Thun, Evangelische Allianz Thun.

Welche Schwerpunkte möchten Sie als Gemeinderat setzen?
Ortsplanungsrevision, Gesamtverkehrsplanung, Wohn- und Sportstättenplanung müssen gute Voraussetzungen für private Projekte liefern. Im sozialen und kulturellen Bereich existieren christliche Initiativen, die ebenfalls ernst genommen und unterstützt werden sollten. Thun hat ausserdem ideale Voraussetzungen als Velostadt.

Wenn Sie die Stadt als Wohnort verlassen würden – wohin würden Sie am ehesten ziehen?
Ich würde Thun gar nicht verlassen. Das Tor zum Oberland ist mein Biotop. Die Familien unserer Kinder wohnen hier.

Mit welcher Person möchten Sie gern einmal ein paar Runden auf dem Thuner Riesenrad drehen – und warum?
Obschon ich sehr neugierig bin, am liebsten mit meiner Frau Karin. Ihre Weiblichkeit ist unergründlich und fasziniert mich noch heute.

Was ist ausserhalb der Politik Ihre grösste Leidenschaft?
Mit 20 bin ich Gott begegnet, die Begeisterung für Ihn ist bis heute geblieben. Seit meiner Zeit als SCB-Meisterspieler spiele ich dank guter Gesundheit leidenschaftlich Eishockey.

Wenn Sie mit einer Zeitmaschine in die Vergangenheit der Stadt Thun reisen könnten – welche Epoche würden Sie wählen?
Jede Epoche hätte ihren Reiz. Durch das neue Buch von Franziska Streun werde ich mich in die Glanzzeiten der Villa Bellerive und des Bonstettenparks zurückversetzen lassen. Ich freue mich auf das Gesamterlebnis, wenn die Stadt den Park wieder instand gestellt haben wird.

Welches ist Ihr Lieblingsort in Thun?
Der schönste Ort liegt bei der unteren Schleuse auf dem Waisenhausplatz. Der Lieblingsort in Thun ist überall dort, wo ich mit lieben Menschen zusammen sein darf.

mik/gbs

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