Zum Hauptinhalt springen

Thun leuchtet!

Rund 2000 Besucherinnen und Besucher genossen die zweite Lichtnacht auf dem Rathausplatz und dem Schlossberg. Von Feuershows bis Weihnachtsgeschichten war für jeden etwas dabei.

Das Schloss und der ganze Schlossberg strahlten im Lichterglanz.
Das Schloss und der ganze Schlossberg strahlten im Lichterglanz.
Christoph Gerber
Auch die Drumshow der Cliffhangers war Teil des Programms.
Auch die Drumshow der Cliffhangers war Teil des Programms.
Christoph Gerber
Die Besucherschar im Schlosshof.
Die Besucherschar im Schlosshof.
Christoph Gerber
1 / 4

Vor 1000 Jahren sah Thun noch ganz anders aus, denn die Thunerinnen und Thuner lebten rund um das Schloss. Es handelte sich aber nicht um eine ganz normale Stadt, sondern um die bekannte Lichterstadt. Alle Leute in Thun hatten Licht und schenkten es jedem, der Licht haben wollte.

Aus der ganzen Schweiz pilgerten Menschen auf den Schlossberg, um ein Licht mit nach Hause zu nehmen. Doch als der Berater des Schlossherrn plötzlich sagte, dass es irgendwann kein Licht mehr geben könne, wenn die Bürgerinnen und Bürger ihr Licht weiterhin verschenkten, löschten immer mehr Leute ihr Licht.

Als es ganz dunkel wurde in Thun, bereute der Berater seine Worte und begann vor dem Schloss Thun ein riesiges Feuer zu bauen. Die Leute sahen das Feuer von weitem, kamen hin und begannen wieder Licht zu verschenken.

Mit dieser erfundenen Sage schickte der Obwaldner Sagenerzähler Beat von Wyl am Samstagabend rund 2000 Besucherinnen und Besucher auf ihren Weg in die zweite Thuner Lichtnacht auf dem Rathausplatz und dem Schlossberg.

Geschichten und Bräuche

Mit auf dem Programm stand auch die Märchenerzählerin Barbara Büchi, die während der Lichtnacht im Rittersaal vier verschiedene Weihnachtsgeschichten erzählte. «Ich sammle die Geschichten im Verlauf des Jahres, übersetze sie dann und lerne sie auswendig. Ich erzähle sehr gerne, und alles, was an Performance dazukommt, das bin einfach ich», sagt Büchi.

Auch Organisatorin und Museumsleiterin des Schloss Thun, Yvonne Wirth, nahm sich des Themas Weihnachten an und erklärte in ihrer Sonderführung zum Thema «Weihnachtliche Bräuche in der Schweiz» unter anderem, dass vor der Einführung des gregorianischen Kalenders zu Neujahr Geschenke ausgetauscht wurden oder dass Weihnachtsbäume früher von der Decke hingen.

Inspiration durch Licht

Wer etwas mehr Action wollte, der liess sich von den den Cliffhangers mit dem Programm «Lightning Drumsticks» auf dem Rathausplatz begeistern oder versuchte vor dem Neuen Schloss noch einen Platz zu ergattern, um die Feuershow mit der Showtruppe Dracarys zu sehen.

Ein wenig andächtiger war die Stimmung in der Stadtkirche, wo ein Orgelkonzert zum Verweilen einlud. «Das Konzert hat mir sehr imponiert, auch wenn es ein wenig traurig war», sagt Karin Mulder, die früher Stadtführungen in Thun durchführte. «Ich finde die Lichtnacht eine wunderbare Idee, denn sie belebt die Altstadt. Und ich finde auch, dass der Weihnachtsbaum in diesem Jahr besonders schön ist, deshalb habe ich daraus gleich Weihnachtskarten gemacht.»

Auch die Thunerin Silvia Steinmann liess sich von den Lichtern inspirieren. «Mir gefällt alles so gut, dass ich die ganze Zeit nur am Fotografieren bin», sagt sie.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch