Thun

Thunfest: Guter Endspurt nach einem mässigen Auftakt

ThunAm Samstag konnte das OK des Thunfestes aufatmen, denn von den schlechten Besucherzahlen vom Freitag war nichts mehr zu spüren. Die Innenstadt war voller Besucher und bei einigen Konzerten mussten Besucher gar draussen warten.

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Verglichen mit dem eher enttäuschenden Freitag hätte der zweite Thunfest-Tag unterschiedlicher nicht sein können: Die Besucher strömten in Scharen in die Innenstadt, und die Künstler spielten vor gefüllten Plätzen, die zum Teil sogar gesperrt werden mussten. «Bei Regen gehen die Thuner einfach nicht raus», sagte Susanna Ernst, OK-Präsidentin des Thunfestes, am Sonntag.

Die schlechten Besucherzahlen vom Freitag hätten dazu geführt, dass rund 15 bis 20 Prozent weniger Bändeli verkauft werden konnten. «Wir werten die Bändeli-Verkäufe noch genau aus, aber wir rechnen damit, dass sich unsere Einschätzung bestätigen wird.» Insgesamt sei sie ­jedoch sehr zufrieden mit dem Thunfest 2017, sagte Ernst. «Wenn man das Wetter betrachtet, dann bin ich erfreut über den Aufmarsch. Es hätte auch schlimmer sein können. Zudem konnten wir ein tolles, friedliches Fest feiern.»

Ein besonderes Highlight waren für die OK-Präsidentin die Musiker. «Mir hat die Künstlerauswahl sehr gut gefallen. Ich bin beispielsweise ein grosser Anna-Rossinelli-Fan! Es war schön zu sehen, dass einige ihrer Fans sogar aus Basel angereist sind», sagte sie weiter. Sauer aufgestossen ist ihr die fehlende Solidarität der Thuner: «Es muss nicht jeder ein Bändeli kaufen, aber es tut als Veranstalter weh, wenn die Leute um den Rathausplatz schleichen und das Konzert auch ohne Bändeli mithören. Viele realisieren wahrscheinlich gar nicht, wie viel in all die Dienstleistungen wie Sicherheit und Hygiene investiert wird. Ausserdem könnten wir bei genug verkauften Bändeli wieder mal ein Feuerwerk veranstalten.»

Gut besuchte Konzerte

Vom Besucherandrang profitierten am Samstag vor allem die Künstler, die bei vollen Plätzen Stimmung machen konnten. Ritschi und Sandee durften schon am frühen Abend vor vollen Rängen auftreten. Besonders grossen Andrang erfuhr die Band Baba Shrimps, die auf der Waisenhausbühne spielte. Die Konzertzone musste zwischenzeitlich sogar gesperrt werden, um den Ansturm bewältigen zu können.

Zu grösseren Zwischenfällen sei es während des Thunfestes aber nicht gekommen, sagt Ernst. Laut Polizei sind von Freitag auf Samstag eine Handvoll und von Samstag auf Sonntag rund ein Dutzend Meldungen eingegangen. Es habe sich dabei insbesondere um Streitereien und unanständiges Benehmen gehandelt. Die Auseinandersetzung am Samstag, bei der mehrere Personen verletzt wurden, sei zwar zur gleichen Zeit passiert, habe aber am Rande des Thunfests stattgefunden.

Wetter schadet Ständen

Das eher unfreundliche Wetter beeinflusste nicht nur den Verkauf von Bändeli und Plaketten, sondern war auch für die Standbetreiber ein Nachteil. «Wenn wir nur Softeis verkaufen würden, hätten wir ganz bestimmt Verluste gemacht», sagte Tupan Blerim, der seit 2010 am Thunfest Glace verkauft. Der Verkauf von Waffeln, Churros und Crêpes sei deshalb unabdingbar.

Auch der Thuner Glacestand Amorini, der den thailändischen Eiscremetrend Ice Cream Rolls anbietet, hatte am Thunfest zu kämpfen. «Wir waren zwar nur am Samstag da, aber viele Leute laufen einfach an uns vorbei, weil sie nicht wissen, was es ist», sagt Vukosav Vukosavljevic. Sogar für etablierte Lokale wie die Cadillac-Bar war das schlechte Wetter ein Problem. «Am Samstag waren zwar schon viel mehr Leute als am Freitag unterwegs, aber es sind vergleichsweise immer noch relativ wenig», sagte Flavia Suarez aus dem Service.

So oder so: Es wird auch im nächsten Jahr wieder ein Thunfest geben. Es findet vom 10. bis zum 12. August 2018 statt. (Thuner Tagblatt)

Erstellt: 13.08.2017, 15:40 Uhr

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