Unsichere Zukunft für die Kinderfasnacht

Goldiwil

Die Guggenmusig Goldiguuger löst sich auf. Wies mit der Kinderfasnacht weitergeht, steht in den Sternen.

«Und tschüss» stand auf den Ballons, welche die Goldiguuger bei ihrem letzten Umzug am Samstag mit sich führten. Foto: Verena Holzer

«Und tschüss» stand auf den Ballons, welche die Goldiguuger bei ihrem letzten Umzug am Samstag mit sich führten. Foto: Verena Holzer

Im letzten Jahr feierte die Gug-genmusig Goldiwil ihr 20-jähriges Bestehen. Bei der Kinderfasnacht Goldiwil vom Samstag hatte die Formation ihren letzten Auftritt. «Viele Mitglieder sind seit der Gründung dabei, etwa der musikalische Leiter Andy Bangerter oder der Rhythmusleiter Bruno Stettler», sagt Co-Präsidentin Sandra Rüesch.

«Die beiden haben demissioniert, aber wir konnten keine Nachfolger finden.» Das sei einer der Gründe für den Entscheid, die Guggenmusik aufzulösen. Und Andy Bangerter erklärt gegenüber dieser Zeitung: «Wir Gründungsmitglieder sind in die Jahre gekommen, und der Arbeitsaufwand ist riesig.»

Deshalb habe man entschieden, einen Schlussstrich zu ziehen, solange es noch schön sei. «Lieber so als langsam abserbeln.» Die Mitglieder hätten aber freie Wahl, sich anderweitig einzubringen.

In all den Jahren unterstützten die Goldiguuger die Thuner Fasnacht mit Auftritten. Das würdigt auch der Gringerat. «Ihr habt einen Entscheid getroffen. Ich hoffe es ist der richtige, aber wir bedauern ihn sehr», gab ihnen Ehrenpräsident Jürg Burkhart mit auf den Weg.

Viel Volk am Umzug

So führten die Goldiguuger am Samstag ein letztes Mal den traditionellen Kinderfasnachtsumzug durchs Dorf an, der unterwegs auf rund 150 Meter anwuchs. Unterstützt wurden sie von den Gschirr Schärbeler Heimberg und den Dings Pums Schliern. Grosszügig verteilten die Kinder ihre Konfetti an die Zaungäste.

Nach dem Konzert auf dem Dorfplatz wurde in der Turnhalle nochmals so richtig gefeiert. Rund 170 Kinder hatten sich geschminkt und verkleidet und sich damit ein Gratiszvieri verdient. Auch die weit über hundert Erwachsene freuten sich an den Darbietungen der beiden Jugi-Gruppen Goldiwil und der Kindergugä Schliern.

Witzig führten Jasmin Schmid und Pascal Schafroth durchs Programm. Beim Schlusskonzert der Goldiguuger gabs doch noch feuchte Augen. «Der Verein Goldiguuger bleibt bestehen. Wir hoffen, mit Unterstützung der Eltern im nächsten Jahr wieder eine Kinderfasnacht auf die Beine zu stellen. Aber in welcher Form, ist noch offen», verabschiedete sich Sandra Rüesch.

Thuner Tagblatt

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt