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Von einer, die auszog, das OHA-Abenteuer zu erleben

Das OHA-Motto «Abenteuer» inspirierte eine Mitarbeiterin dieser Zeitung, sich in selbiges zu stürzen.

Abenteuer OHA: Christina Burghagen wäscht Gold...
Abenteuer OHA: Christina Burghagen wäscht Gold...
Patric Spahni
...und lässt sich im Escape-Room von Beat Jungen helfen.
...und lässt sich im Escape-Room von Beat Jungen helfen.
Patric Spahni
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Emsiges Gewusel verschluckt mich an diesem Nachmittag an der Oberländischen Herbstausstellung Thun (OHA) mit bunten Ständen von A wie Autohaus bis Z wie Zimtsohlen. Doch ich muss meine Kauflaune ausbremsen und meinem Appetit mit Crêpes-Duft in der Nase den Mund verbieten.

Ich bin auf Abenteuer aus. Das Wort hört sich ein bisschen nach «teurem Abend» an, aber das ist Blödsinn. Denn erstens sind die gebotenen Aktivitäten im Eintrittspreis inbegriffen, zweitens kommt das Wort Abenteuer vom mittelhochdeutschen «aventiure», was wunderbare Begebenheit oder gewagtes Unternehmen heisst.

Vom Goldwaschen . . .

In Halle 7 begrüsst Reto Schrag von Goldwasch-Tour den Fotografen und mich. Der Stand wirkt mit Kiesboden, Holzwänden, Fototapete und mehreren Wasserbecken fast wie in freier Natur. Goldwaschspezialist Schrag drückt mir eine Schüssel mit innenseitigen Stufen in die Hand, nachdem er ein Beutelchen Minigeröll hineingeschüttet hat.

Er schöpft aus einem Becken etwas Wasser hinzu. Nun gehts dem Edelmetall an den Kragen – denke ich. Doch meine kreisenden Bewegungen sind viel zu hektisch. «Laaangsaaamer», leitet der Profi an, sonst könne sich der Flitter nicht absetzen. Da! Winzig klein sind die schimmernden Teilchen, fürs Foto spendiert Reto Schrag ein kleines Nugget.

Bevor ich mein Goldwaschdiplom überreicht bekomme, erzählt der Fachmann von seinen Touren. Es sei nicht ratsam, auf eigene Faust loszu­gehen, sagt er mit Nachdruck. Denn als Laie werde man nicht fündig, und wenn jeder in Emme oder Ilfis, wo er seine Touren veranstaltet, herumbuddeln würde, wäre das fatal für die Umwelt.

Weiter gehts zum Zoo Thun. Christian Grimm und sein Team haben in der Halle 6 einen kleinen Dschungel herbeigezaubert, in dem es sich allerlei Reptilien, Fische und Spinnen gemütlich gemacht haben. Mein Abenteuer hier: Ich möchte so eine Echse kennen lernen. Reptilienzüchter Grimm steigt ins Terrarium und schnappt sich eine Kragenechse namens Kong.

«Weil sie eine Chlamydosaurus kingii ist, liegt King Kong nahe», erzählt er lächelnd. Die Heimat dieser Tierchen sei Australien. Mir sind ja Tiere mit Ohren, die Miau machen, lieber. Nun sitzt Kong auf meiner Schulter und hält sich dort fest. Er sitzt und sitzt, macht weder Miau noch einen anderen Mucks. Was Kong denkt, weiss ich nicht. Vermutlich: «Laaangweilig, auf der Schulter einer Menschin . . .» Christian Grimm bugsiert Kong ohne King wieder auf einen Ast seiner Wohngemeinschaft.

Die nächste Herausforderung überlasse ich mutigen Menschen. Wir sind in der Halle 5 angekommen, wo Nemo-Tauchsport ein Schwimmbecken bietet, in dem Schnuppertauchen möglich ist. Vorausgesetzt, man hat Badezeug und T-Shirt dabei. Beides führe ich nicht mit, denn mit meinen über – «räusper» – . . . zig Jahren ist mir dieses Abenteuer denn doch etwas zu nass und die Frisur zerstörend. Dafür steigt Cornelia Heer vom Team Nemo ins Wasser, um einen jungen Mann bei seinem ersten «Land unter» anzuleiten.

. . . bis zum Escape-Room

Ich trete die Flucht zum Escape-Room an. Dort hatte ich mich für eine Challenge angemeldet. In einem schummrigen Raum soll ich ein Zahlenschloss knacken, einen Code herausfinden, den ich auf einer Tastatur eintippen muss, was mir die Tür zu einem weiteren dunklen Raum öffnet, wo sich der Geldkoffer befindet. Also Zahlenschloss, hm, wo ist meine Lesebrille?

Ohne die Hilfe des Chefs Beat Jungen hätte ich aber nicht in angemessener Zeit Erfolg gehabt. Mysteriöse Flaschen mit Symbolen sollen mir den Code preisgeben, damit sich die nächste Tür öffnet. Geschafft! Ich tapse in den dunklen Raum. Wo ist das Licht?

Nach abgelaufener Zeit halte ich endlich den Koffer in den Händen. Ich muss da noch mal hin und werde mir für die lange Version Zeit nehmen. Das mit dem Tauchen überlege ich mir auch noch mal. Aber vorher besuche ich doch noch den Crêpes-Stand.

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