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Vorwärts auf dem Aarefeld

Die Einsprachen gegen die Erschliessung und die Bau-Überbauungsordnung auf dem Gewerbegebiet Aarefeld sind zurückgezogen. 2018 soll mit dem Bau der Strasse begonnen werden.

So könnte es aussehen, wenn auf dem Aarefeld in Steffisburg Gewerbehallen gebaut sind und darin gearbeitet wird.
So könnte es aussehen, wenn auf dem Aarefeld in Steffisburg Gewerbehallen gebaut sind und darin gearbeitet wird.
zvg

Lange Zeit schien sich nach aussen nicht viel zu bewegen im Projekt Raum 5. Unter dieser Marke hat die Gemeinde Steffisburg 2013 die Planung eines Gewerbeparks beim Bahnhof Steffisburg lanciert. Dabei stand zum einen stets die nachhaltige Entwicklung im Sinne der 2000-Watt-Gesellschaft im Vordergrund sowie eine hohe Nutzungsdichte. Ferner machte die Gemeinde bald klar, dass die Industrie- und Gewerbehallen vorzugsweise aus Holz zu bauen seien (wir haben berichtet).

Einsprachen bremsten

Obwohl keine grundsätzliche Opposition aus der Bevölkerung zu spüren war – die nötigen Volksentscheide wurden jeweils mit grossem Mehr gefällt –, hat sich das Projekt vor den Kulissen in den letzten Jahren kaum bewegt. «Das hängt zum einen mit der Erschliessung zusammen», sagt Gemeindepräsident Jürg Marti (SVP). Gegen die Linienführung der Strasse, aber auch gegen die Bau-Überbauungsordnung (ÜO) wurde je eine Einsprache eingereicht.

«Wir haben die Linienführung und die Bau-ÜO bezüglich Baufeldern und ­Gestaltung deshalb jetzt leicht angepasst – mit dem Erfolg, dass die Einsprachen zurückgezogen wurden.» Damit, so Marti, sei der Weg frei für den Beschluss durch den Grossen Gemeinderat, die anschliessende Genehmigung durch das kantonale Amt für Gemeinden und Raumordnung sowie den Bau der Erschliessungsstrasse, welche das Gebiet direkt an den Autobahnzubringer und den Bypass Thun-Nord anbindet. Passieren soll das schon ab nächstem Jahr.

Bauprojekt in Sicht

Und: Marti ist «guter Dinge», dass ebenfalls bereits nächstes Jahr ein Bauprojekt für den ersten von vier Gewerbe- und Industriebauten erarbeitet werden könnte. Das geht aus den Antworten auf Fragen der FDP/GLP-Fraktion hervor, die der Gemeinderat am kommenden Freitag dem Grossen Gemeinderat (GGR) vorlegt. «Eine Bauprojektierung im Jahr 2018 scheint realistisch», heisst es da.

Und: «Dies würde bedeuten, dass im Jahr 2019 mit dem Bau begonnen werden könnte.» Gemäss den Unterlagen zur GGR-Sitzung führte die Gemeinde Gespräche mit rund 50 Interessenten. «Etwa 280 Interessenten werden bewirtschaftet», ist da weiter zu lesen. Konkrete Investoren seien aktuell nicht vorhanden, «zwei haben aber mögliches Interesse be­kundet». Zudem seien mit zwei Generalbauunternehmern «vertiefte Gespräche» geführt worden.

Martis Ziel ist, aus der Gruppe der rund 50 Interessenten in den nächsten Monaten genügend Absichtserklärungen zu erhalten, um einen Investor für die Realisierung des ersten Baus zu finden. Er hofft, dass die derzeit ­laufenden Anpassungen der Bau-ÜO auch ihren Teil dazu beitragen, dem Prozess Schub zu verleihen. So wurden die Vorgaben zu Materialisierung und Gestaltung der Fassade flexibler formuliert. Die ÜO soll noch heuer dem Kanton zur Genehmigung vorgelegt werden.

Kanton zahlt mit

Insgesamt hat die Verwaltung gemäss den GGR-Unterlagen seit 2013 rund 1500 Arbeitsstunden in das Projekt investiert, «inklusive intensiver Verhandlungen bezüglich Landkäufen und Verhandlungen mit Dritten». Von den insgesamt bewilligten knapp 518 000 Franken seien bis heute 504 000 Franken ausge­geben, wobei der Kanton rund 88 000 Franken übernehmen werde.

Zusammenfassend schreibt der Gemeinderat deshalb auch, er sehe «keinen Anlass, eine Exit-Strategie umzusetzen», nach welcher die Fragesteller von FDP und GLP sich erkundigt hatten. Vielmehr fühle er sich «einer aktiven Bodenpolitik und Wirtschaftsförderung» verpflichtet. «Diese zu betreiben, ist manchmal hart und mit entsprechenden finanziellen und personellen Vorleistungen verbunden», schreibt der Gemeinderat.

Zudem seien die Gemeinden durch die neue Raumplanungsgesetzgebung verpflichtet, «auch eine klare Verdichtung auf Gewerbegebieten umzusetzen», sagt Marti. «Das führt unweigerlich zu Diskussionen und zu einem Umdenken – dieser Weg muss gemeinsam gegangen werden und führt zu ganz neuen Chancen», ist er überzeugt.

www.raum5-steffisburg.ch

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