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War das Wetter schuld am Fassadensturz?

Noch ist nicht geklärt, warum sich vorletzte Woche in Thun gläserne Fassadenelemente von der Liegenschaft Bahnhofstrasse 12 lösten und auf die Rampenstrasse fielen. Diese soll so bald als möglich wieder geöffnet werden.

Die Rampenstrasse in Thun musste gesperrt werden, weil Teile der Glasfassade herunterfielen (oben rechts).
Die Rampenstrasse in Thun musste gesperrt werden, weil Teile der Glasfassade herunterfielen (oben rechts).
Marc Imboden
Wie es zum Vorfall kommen konnte, ist nach wie vor nicht genau geklärt.
Wie es zum Vorfall kommen konnte, ist nach wie vor nicht genau geklärt.
Gabriel Berger
Die gläsernen Elemente zerbarsten in tausend Stücke.
Die gläsernen Elemente zerbarsten in tausend Stücke.
Jürg Spielmann
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Wie konnte das passieren? Mit dieser Frage beschäftigt sich die Pensionskasse Publica als Ei­gentümerin des Wohn- und Geschäftshauses an der Ecke Bahnhof-/Rampenstrasse in Thun nach wie vor. «Unsere Spezialisten machen eine genaue Schadenanalyse und haben bereits erste Indizien», sagte Christoph Gerber, Abteilungsleiter Immobilien bei der Publica, gestern auf Anfrage.

Als sich am 29. August drei Elemente der Glasfassade lösten, auf die Rampenstrasse fielen und ­zerbarsten, herrschte ein stabiles Hockdruckgebiet mit sommerlichen Temperaturen. «Es war heiss und windstill – diese äusseren Einflüsse dürften eine wichtige Rolle gespielt haben», führte Gerber weiter aus. Auch die Konstruktion und die Beschichtung der Glasplatten könnten zu dem Vorfall beigetragen haben, bei dem durch eine günstige Fügung des Schicksals niemand verletzt worden war. «Möglicherweise war eine Kombination dieser Faktoren die Ursache für den Unfall.»

Je nach Resultat der Analyse wird die Sanierung grösser oder kleiner ausfallen. Im besten Fall müssen bloss die heruntergefallenen Elemente ersetzt werden, im schlechtesten Fall erhält das Gebäude eine neue Fassade. Im zweiten Fall könnte die Sanierung erst im nächsten Jahr an die Hand genommen werden, wie Christoph Gerber von der Publica weiter erklärte.

Rampenstrasse freigeben

Bevor über die Art der Sanierung entschieden werde, diskutiere man Massnahmen, um die Rampenstrasse wieder freigeben zu können – im Interesse des Verkehrs und der Mieter. «Voraussetzung ist, dass die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer gewährleistet ist», betonte Christoph Gerber.

Seit dem Vorfall am 29. August ist die Rampenstrasse gesperrt – der Verkehr inklusive der STI-Busse wird über den Maulbeerkreisel umgeleitet. Damit der Verkehr rund um den Bahnhof nicht zum Erliegen kommt, hat die Stadt die Bauarbeiten auf der Frutigenstrasse vorübergehend auf Eis gelegt.

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