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WIA will an Projekt an Weststrasse festhalten

Die Stiftung WIA will trotz Absage der Stadt an ihrem Vorhaben für ein neues Alterspflegeheim an der Weststrasse festhalten. Für die Stadt gibt es aber kein Entweder-oder zwischen Tennishalle und Wohnheim.

Auf dieser Wiese plante die WiA Wohnen im Alter AG ein neues Heim. Im Hintergrund links die Tennishalle, rechts die Schule Neufeld.
Auf dieser Wiese plante die WiA Wohnen im Alter AG ein neues Heim. Im Hintergrund links die Tennishalle, rechts die Schule Neufeld.
Michael Gurtner

«Es ist ein veritabler Schlag ins Gesicht», schrieb die Stiftung Wohnen im Alter (WIA) Ende ­Juli in ihrer Medienmitteilung, nachdem die Stadt als Planungsbehörde ihr eine Absage für ein neues Wohnheim an der Thuner Weststrasse erteilt hatte. Für Beat Straubhaar, Präsident der Stiftung WIA, war es ein gleichermassen über­raschender wie unverständlicher Entscheid.

Die Stiftung hatte auf der Parzelle der Burgergemeinde neben dem Schulhaus Neufeld stets für ein Projekt inklusive Schulraumerweiterung geplant. Doch die Stadt begründete ihren abschlägigen Entscheid für das Vorhaben der WIA damit, dass sie die Parzelle während zwanzig Jahren für eine Schulraumerweiterung und als Landreserve be­anspruchen will.

Am Freitag nun teilte die Stiftung WIA mit, dass sie, obwohl sie kein grünes Licht von den Behörden erhalten habe, an ihrem Vorhaben festhalten wolle. Aus der Sicht Straubhaars gebe es «genügend Platz für eine ­erweiterte Schulanlage als auch für ein Alterspflegeheim».

Neu brachte die Stiftung in der gestrigen Mitteilung aber die Tennishalle ins Spiel: «Entscheidend sei dabei einzig, dass das Baurecht für die ohnehin nicht zonenkonforme Tennishalle, das 2023 ausläuft, nur zum entsprechenden Zeitpunkt der Schulraumerweiterung verlängert wird, denn für drei Belegungen reicht der Platz auf dem Areal tatsächlich nicht aus.»

Zonenkonform oder nicht?

Was sagt die Stadt zu diesem Vorwurf? Ist die Tennishalle tatsächlich nicht zonenkonform? Die für die Stadtentwicklung zuständige Gemeinderätin Marianne Dumermuth nahm am Freitag Stellung gegenüber dieser Zeitung.

«Die Nichtzonenkonformität ist eine Falschaussage. Die Tennishalle ist zonenkonform», schrieb Dumermuth und verwies auf das Thuner Baureglement.

Konfrontiert mit dieser Aussage, sagte Beat Straubhaar am Freitag am Telefon: «Die Tennishalle befindet sich in einer Zone für öffentliche Nutzung. Nach Ansicht unserer Berater erfüllt die Tennishalle diese Nutzung nicht.»

Ob zonenkonform oder nicht, für die Stadt gibt es kein Entweder-oder zwischen Tennishalle und Alterspflegeheim. «Das Baurecht für die Tennishalle läuft auf Ende Dezember 2022 aus. Die Stadt hat der Baurechtnehmerin eröffnet, dass sie aufgrund der benötigten Flächen für die Schulraumerweiterung keine Verlängerung ins Auge fasst», schrieb Dumermuth. Laut der Gemeinderätin habe man stets den Platz der Tennishalle in die Planung miteinbezogen.

Trotzdem: Die WIA schreibt, sie werde alles daransetzen, «die Behörden von der Notwendigkeit eines Alterspflegeheims an der Weststrasse zu überzeugen». Marianne Dumermuth schreibt dazu: «Die Stadt ist immer am Dialog interessiert.» Gleichzeitig habe der Gemeinderat in der Antwort zu den Fragen der Fraktion der Mitte vom 23. August geschrieben, dass er am Standortentscheid festhalte.

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