Steffisburg

Wie Steffisburg dereinst aussehen könnte

SteffisburgDer Gemeinderat stellt der Bevölkerung drei ­Szenarien zur räumlichen Zukunft von Steffisburg vor. Am nächsten Dialograum vom Donnerstagabend wird darüber ­verhandelt, wie die Gemeinde sich bis 2050 entwickeln soll.

Am Dialograum wird verhandelt, wie die räumliche Zukunft von Steffisburg aussehen soll.

Am Dialograum wird verhandelt, wie die räumliche Zukunft von Steffisburg aussehen soll. Bild: Christoph Gerber

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Im August konnten die Steffisburger Stimmbürger im Rahmen des ersten von drei sogenannten Dialogräumen aktiv ihre Meinung zur Ortsplanungsrevision einbringen. Gemeindepräsident Jürg Marti verbucht den Anlass als Erfolg: «Wir konnten erkennen, wo in der Gemeinde noch Handlungsbedarf herrscht und welche Potenziale wir haben.»

Konkret habe sich die Bevölkerung etwa gewünscht, dass auch der ökologische Aspekt vermehrt in die Ortsplanung einfliesse. Ebenso seien soziale oder kulturelle Themen bisher nicht genügend berücksichtigt worden. Daraus entwickelte die Gemeinde zu den drei bestehenden Schwerpunkten (vgl. Kasten) einen vierten Punkt: die starke Gemeinschaft. Jener fliesst nun ebenfalls in den weiteren Prozess ein.

Drei Varianten zur Debatte

Da am letzten Dialograum vor allem ein Blick in die Vergangenheit der Gemeinde geworfen sowie der Status quo diskutiert wurde, ist der nächste logische Schritt, nun die Zukunft von Steffisburg ins Auge zu fassen. «Wir haben aber beschlossen, noch einen Zwischenschritt einzuschieben», sagt Jürg Marti. Jener kommt nun am zweiten Dialograum zum Zug. Präsentiert werden den Teilnehmenden in einer Masterplanung drei Szenarien mit Planungshorizont 2050.

Jene möglichen Szenarien zeigen auf, wie sich die Gemeinde Steffisburg in Zukunft räumlich entwickeln könnte. Dabei wurden die beiden unterschiedlichen Raumtypen, die laut Kanton in Steffisburg aneinandergrenzen, sowie deren unterschiedlichen Bedingungen bezüglich Nutzerdichte und baulicher Dichte berücksichtigt. «In den drei Szenarien zeigen wir unterschiedliche Möglichkeiten der Verdichtung auf», so Marti.

Auch die Landschaft und damit die landwirtschaftliche Nutzung im Dorf ­könnten sich entsprechend verändern, so Marti. «Wenn dichter ­gebaut wird, werden Grünzonen und Naherholungsgebiete wichtiger.» Es sei denkbar, dass zum Beispiel im Gebiet Glockenthal künftig andere Formen landwirtschaftlicher Nutzung stattfinden würden.

Ein Szenario für die Zukunft

«Es geht am zweiten Dialograum aber vor allem darum, den Puls der Bevölkerung zu den vorliegenden Planungen zu spüren», erklärt Jürg Marti. Wie im ersten Dialograum werden die Teilnehmenden in Workshops die Szenarien diskutieren und ihre Ideen einbringen. «Ziel des Abends ist es, aus den von uns vorgelegten Planungen und Inputs aus dem Plenum ein räumliches Szenario für Steffisburg aufzunehmen, das wir in Zukunft verfolgen können.»

Wer allerdings erwarte, dass am Donnerstagabend bereits konkrete Einzonungen zum Gespräch kommen würden, der werde enttäuscht: «Wir zeigen den Anwesenden zwar auf, wo in der Gemeinde sich sogenannte Vorranggebiete befinden, die zuerst eingezont werden müssten. Konkret wird das aber frühestens ab dem nächsten Jahr ein Thema sein.»

Der nächste Dialograum zur Steffisburger Ortsplanung findet am Donnerstag, 16. November, um 19 Uhr in der Aula Schönau statt. Die drei Szenarien sind auf der Website zukunftsraum.steffisburg.ch ersichtlich. (Thuner Tagblatt)

Erstellt: 14.11.2017, 09:50 Uhr

Bevölkerung beteiligt sich

Anfang Jahr lud die Gemeinde Steffisburg die Bevölkerung ­dazu ein, an einer Umfrage teilzunehmen. Im sogenannten ­Inputraum der Ortsplanungs­revision wurden unter anderem Stärken und Schwächen der Gemeinde benannt, und die Teilnehmenden sollten den Istzustand in den Siedlungen, der Landschaft oder beim Verkehr beurteilen. Zusammen mit Fachplanern wurden aus den eingegangenen Antworten von der Gemeinde drei Schwerpunkte Steffisburgs definiert: So verfügt die Gemeinde über starke Charakterräume (Landschaft), starke Quartiere und Siedlungen (Wohnen und Arbeiten am selben Ort) sowie starke Verkehrsverbindungen. Im August fand in Steffisburg der erste ­Dialograum statt, an dem die Resultate der Umfrage und die Schwerpunkte diskutiert wurden. Aus den Rückmeldungen der Bevölkerung an jenem Anlass entstand ein vierter Schwerpunkt: die starke Gemeinschaft – Lebensqualität durch Gesellschaft und Gemeinschaft. gbs/jzh

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