Wieder Einsprachen gegen das Containerlager

Steffisburg

Auch gegen das verkleinerte Container­lager beim Armeelogistikcenter in Steffisburg gibt es Widerstand. Vier Einsprachen sind eingegangen.

So soll das Containerlager auf dem Areal des Armeelogistikcenters in Steffisburg dereinst aussehen.<p class='credit'>(Bild: zvg)</p>

So soll das Containerlager auf dem Areal des Armeelogistikcenters in Steffisburg dereinst aussehen.

(Bild: zvg)

Marco Zysset@zyssetli

«Die Gemeinde Steffisburg hat der militärischen Genehmigungsbehörde insgesamt vier Einsprachen im Zusammenhang mit dem Containerlager weitergeleitet», sagt Renato Kalbermatten, Informationschef des Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS).

Es geht um die Frage, ob gegen die verkleinerte Version eines Containerlagers beim Armeelogistikcenter in Steffisburg erneut Einsprachen eingegangen sind. Neben den vier Einsprachen reichte eine benachbarte Stockwerkeigentümergemeinschaft eine «Mitwirkung und Rechtsverwahrung» ein, zudem hat auch die BLS Netz AG eine Rechtsverwahrung angemeldet.

Kleinerer zweiter Anlauf

Das VBS hatte im November 2017 in einem zweiten Anlauf ein Projekt mit einem kleineren Ge­bäude als ursprünglich geplant vorgelegt. Ein erstes Projekt war 2016 auf grossen Widerstand gestossen; Gemeinde und Anwohner wehrten sich mit Einsprachen gegen den Neubau neben der Mittelstrasse.

Die vorliegende Version ist 2,8 Meter kürzer und ist ein Geschoss – oder knapp 5 Meter – weniger hoch als im ­ursprünglichen Projekt. «Die ­Gebäudedimensionen konnten durch den Verzicht auf eine Geschossebene, das Versenken eines halben Geschosses im Untergrund und eine Optimierung der Innenraumnutzung ­verringert und vereinheitlicht werden», erklärte Armasuisse-Sprecherin Jacqueline Stampfli im November.

«Gesamtwirkung verbessert»

Die Gemeinde Steffisburg hat sich laut Kalbermatten Ende Dezember 2017 zum überarbeiteten Projekt geäussert und dem Containerlager nun aufgrund der «stark verbesserten Gesamtwirkung» zugestimmt. Auch der Kanton Bern befürwortete das überarbeitete Projekt in seiner Stellungnahme von Anfang Januar 2018.

«Derzeit werden die ­gesamten Unterlagen von den ­interessierten Bundesfachstellen geprüft, bevor die militärische Genehmigungsbehörde allfällige Einspracheverhandlungen führt respektive über die Einsprachen im Rahmen einer anfechtbaren militärischen Plangenehmigungsverfügung entscheidet», sagt Renato Kalbermatten.

Insgesamt haben die eidgenössischen Räte im Immobilienprogramm VBS 2016 einen Verpflichtungskredit von 21 Millionen für den Neubau in Steffisburg bewilligt. Nötig werde der Bau, weil mit der technologischen Weiterentwicklung der Armee Material immer flexibler zur Verfügung stehen müsse.

Dafür ist in Steffisburg eine neue Containerhalle für bis zu 200 Container ­geplant, mit permanenten Arbeitsplätzen sowie Werkstätten für die Instandhaltung der Container, einer WC-Anlage und einem Sicherheitsraum.

Ziel ist es, spätestens im Januar 2019 mit dem Neubau zu starten und diesen dann im Sommer 2020 in Betrieb nehmen zu können.

Thuner Tagblatt

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt