Wieder gibt es Einsprachen gegen Überbauung

Oberhofen

Auch im zweiten Anlauf kommt die geplante Überbauung am Hinterbühl in Oberhofen nicht recht vom Fleck: Gegen das Bauprojekt sind 13 Einsprachen oder Rechtsverwahrungen eingegangen.

Visualisierung von zweien der drei geplanten Neubauten am Hinterbühl in Oberhofen.

Visualisierung von zweien der drei geplanten Neubauten am Hinterbühl in Oberhofen.

Marco Zysset@zyssetli

Bald ist es vier Jahre her, dass die Zuger Aveno Invest AG einen ersten Anlauf genommen hat, das Chalet Sursum in Oberhofen abzureissen und an seiner Stelle auf zwei Parzellen drei Mehrfamilienhäuser mit neun Wohnungen im Luxussegment zu bauen.

Nach Einsprachen und Niederlagen vor Gericht legte die Bauherrschaft im letzten Herbst eine neue, leicht abgespeckte Variante des Projekts vor: Unter dem Projektnamen Blümlisalp liess sie ein Baugesuch von zwei Mehrfamilienhäusern sowie einem Einfamilienhaus mit insgesamt sieben Wohnungen publizieren. Diese werden bereits zum Preis von jeweils mehr als zwei Millionen Franken im Internet angeboten.

Zehn Einsprachen

Doch auch das neue Projekt stösst auf wenig Gegenliebe der Anwohner. Insgesamt sind beim Regierungsstatthalteramt in Thun zehn Einsprachen und zehn Rechtsverwahrungen von insgesamt 13 Parteien eingegangen. Der Rechtsvertreter der Aveno Invest AG möchte namentlich nicht genannt werden, sagt aber: «Wir werden die Einsprachen genau prüfen und besprechen. Wichtig ist für uns, dass wir jetzt die Argumente der Einsprecher kennen.» Er sei zuversichtlich, dass das Projekt wie angedacht realisiert werden könne. 

Dies hängt indes auch von der Erschliessung ab, welche verbessert werden muss. Für diese ist ein separates Bauprojekt der Gemeinde in Planung, das derzeit beim Kanton zur Vorprüfung liegt. Oberhofens Gemeindepräsident Philippe Tobler (SVP) sagt, er habe positive Signale erhalten. «Es sieht aus, als könnten wir das Erschliessungsprojekt bald in die öffentliche Auflage schicken.»

Ebenfalls noch hängig ist ein Gesuch, das die Parzellen, auf denen am Hinterbühl gebaut werden soll, mit einem richterlichen Betretungsverbot belegen will. Gegen dieses Ansinnen sind gemäss Informationen, die dieser Zeitung vorliegen, mehr als vierzig Einsprachen eingegangen. Laut Philippe Tobler ist auch die Gemeinde unter den Einsprechern, namentlich weil ein Gehweg betroffen ist, der als Schulweg und für das Quartier als Fusswegverbindung zum Dorf dient und seit Jahren öffentlich genutzt wird.

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt

Loading Form...