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Wirtschaft ist auf Erfolgskurs

Die dies-jährige Wirtschaftsumfrage zeichnet ein sehr erfreuliches Bild der Thuner Wirtschaft. Anlässlich der Präsentation der Ergebnisse wurde an einem Podium auch die Ortsplanungsrevision besprochen.

Irina Eftimie
Präsentation der Ergebnisse der Wirtschaftsumfrage 2017 des Verbands Wirtschaft Thun Oberland: (v.l.) Reto Heiz (Verbandspräsident), Jürg Marti (Gemeindepräsident Steffisburg), Susanne Szentkuti (Co-Leiterin Planungsamt Stadt Thun), Marco Oswald (Moderator).
Präsentation der Ergebnisse der Wirtschaftsumfrage 2017 des Verbands Wirtschaft Thun Oberland: (v.l.) Reto Heiz (Verbandspräsident), Jürg Marti (Gemeindepräsident Steffisburg), Susanne Szentkuti (Co-Leiterin Planungsamt Stadt Thun), Marco Oswald (Moderator).
Irina Eftimie

«Man kann auf jeden Fall sagen, dass die Thuner Wirtschaft auf einem guten Kurs ist», sagte Reto Heiz, Präsident des Verbandes Wirtschaft Thun Oberland. Im Rahmen der Präsentation der Ergebnisse der Wirtschaftsumfrage 2017 gab Heiz am Dienstagabend rund 100 Anwesenden aus der Thuner Wirtschaft einen Einblick in die neusten Statistiken und Fakten.

Die Resultate basieren auf Angaben von 100 Unternehmen, die total rund 7000 Arbeitsplätze umfassen. Nach der Präsentation folgte eine Podiumsdiskussion mit Susanne Szentkuti, Co-Leiterin Planungsamt Stadt Thun, und Jürg Marti, Gemeindepräsident Steffisburg, die zum Thema Ortsplanungsrevision Auskunft gaben.

Die erfreuliche Entwicklung ist laut Heiz vor allem dem steigenden Euro-Franken-Kurs und dem positiven Konsumverhalten zuzuschreiben. Im Allgemeinen gebe es keine allzu grossen Unterschiede im Vergleich zu den Ergebnissen der Umfrage 2016, und auch der Trend der ­abnehmenden Arbeitslosigkeit könne fürs nächste Jahr weiterhin angenommen werden.

Von den 100 befragten Unternehmen konnten 15 Betriebe 20 Lehrstellen nicht vergeben. «Man könnte gleich wieder die Diskussion starten, dass immer mehr Schulabgänger das Gym­nasium besuchen würden», sagte Heiz. «Das kann so aber nicht ­gesagt werden, denn im Kanton Bern begannen in diesem Jahr 53 Prozent der Schüler nach ihrer Schulzeit mit einer Lehre. Vor zehn Jahren waren es nur 42 Prozent.» Trotzdem ist die Stärkung der Lehre nach wie vor ein grosses Anliegen der Unternehmer.

Ortsplanung betrifft jeden

Obwohl viele Unternehmen in ihren Antworten angaben, dass sie mit ihrem Standort zufrieden seien und auch wissen, was die jeweiligen Gemeinden in der Ortsplanung vorhaben, wurde vor ­allem die Verkehrssituation in Thun als «katastrophal» bezeichnet. Auch die wirtschaftliche Dynamik der Stadt sei noch ungenügend. Diese Faktoren sind daher auch in der Ortsplanungsrevision von grosser Bedeutung. «Die Ortsplanung ist ein Thema, das uns alle betrifft», sagte Szentkuti. «Die Planungsteams bereiten eine komplette Revision vor», sagte Marti. «Diese Revision braucht es alle paar Jahre, auch wenn das Resultat nicht komplett anders aussehen wird.»

Ein relevanter Teil der Ortsplanung ist die Dichte der jeweiligen Gebiete, die neu eingezont werden sollen. «Thun wird vom Kanton von der Dichte her wie Bern und Biel eingestuft. Ich finde, damit würde man nicht in die richtige Richtung gehen», sagte Szentkuti. «Unser Ziel ist, dass – sobald die Revision ansteht – Thun von der Kategorie her nicht mehr gleich eingestuft wird wie die anderen zwei Städte.

Um die richtige Balance zu finden, zählen die Planungsteams in Thun und Steffisburg auf die Mitwirkung der Bevölkerung. «In Steffisburg haben wir Dialogräume eingerichtet, wo sich die Bevölkerung zu möglichen Entwicklungsszenarien äussern kann», sagte Marti.

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