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Wo liegt Zwieselbergs Zukunft?

Diese Frage stellte der Gemeinderat an der Gemeindeversammlung. Eine konkrete Antwort gibt es allerdings noch nicht.

Neuer Gemeindevizepräsident Hanspeter Iseli (l.) und die neuen Gemeinderatsmitglieder Eva Schäfer und Martin Raaflaub.
Neuer Gemeindevizepräsident Hanspeter Iseli (l.) und die neuen Gemeinderatsmitglieder Eva Schäfer und Martin Raaflaub.
Margrit Kunz

Der Gemeinderat von Zwieselberg erachtet es als zwingend, dass regelmässig überprüft wird, ob die aktuelle Situation auch wirklich zukunftsfähig ist. Kleine Gemeinden haben wegen übergeordneter Gesetzgebung durch den Bund und den Kanton Bern nur noch wenig Spielraum. So stellte er die Frage in den Raum, ob es an der Zeit sei, die Weichen Richtung Fusion oder Eingemeindung zu stellen. «Wir haben heute keinen Druck, unsere Finanzen sind gesund, wir können unsere Ämter besetzen», eröffnete Gemeindepräsident Ulrich Zurbuchen die Diskussion zur Zukunft der Gemeinde.

Die Diskussion wurde über eine Stunde lang und sehr offen geführt, viele der anwesenden 47 Stimmberechtigten äusserten ihre Meinung.

Ein Alleingang als Lösung?

Gleich zu Beginn hielt Grossrat Jürg Iseli (SVP) fest, dass heute die Schule und die Verwaltung noch im Dorf sind. «Wenn die Schule wegfällt, dann haben wir nichts mehr von all dem, was ein Dorf ausmacht. Alle übrigen Aufgaben lösen wir heute mit andern Gemeinden zusammen.» Gleich der erste Redner setzte sich für den Alleingang ein. «Nur in der Gemeinde kann man das politische Handwerk lernen», sagte er. Dem stand dann die Aussage gegenüber, dass alles professioneller werden müsse. Zurbuchen wies auf ein anderes Problem hin: «Wenn wir für den Gemeinderat mal keine Leute mehr finden, ist es zu spät. Wer soll dann eine Fusion unter Druck durchführen?»

Ein Mann erklärte, gerade weil noch alles offen sei, sei er an die Gemeindeversammlung gekommen, und eine Frau fragte, worin denn der Nutzen eines Zusammengehens liege, das sei ihr noch nicht klar. Zurbuchen dazu: «Ist eine Gemeinde grösser, werden mehr Sachen für die Bürgerinnen und Bürger organisiert und angeboten.» «Wir sollten grossräumig denken», mahnte ein anderer, «warum nicht auch Wimmis auf der andern Seite der Simme einbeziehen?» «Man darf nicht denken, wir sind doch wohl so, wie wir sind, dann sind wir nicht bereit, wenn Veränderungen kommen.»

Resultate in einem Jahr

So wogte die Diskussion hin und her. Zusammengefasst kann gesagt werden, dass sich die Zwieselbergerinnen und Zwieselberger eher für eine Lösung im ländlichen Raum aussprachen. In einer Konsultativabstimmung wurde der Gemeinderat nun beauftragt, unvoreingenommen zu schauen, was sinnvoll sein könnte und wie sich eine Fusion auf die Schule, die Verwaltung und die Finanzen auswirken würde. Die Resultate sollen dem Souverän in einem Jahr präsentiert werden.

Zwei neue Gemeinderäte

Vizepräsidentin Ursula Kiener und Gemeinderätin Claudia Stiller hatten ihren Rücktritt eingereicht. An ihre Stelle wählten die Stimmberechtigten Eva Schäfer und Martin Raaflaub. Zum neuen Gemeindevizepräsidenten wurde Hanspeter Iseli ­bestimmt.

Ja zur Schulsozialarbeit

Wimmis, Reutigen und Zwieselberg wollen gemeinsam die Schulsozialarbeit einführen. Geplant ist eine 50-Prozent-Stelle. Für die dreijährige Pilotphase werden in Zwieselberg von jährlichen 6'300 Franken gerechnet. Nachdem Schulleiterin Monika Stöcklin den Nutzen für Kinder, Eltern, Lehrkräfte und Schulleitung aufgezeigt hatte, wurde die Einführung mit einer Gegenstimme gutgeheissen. Einstimmig wurde auch dem Budget zugestimmt. Dieses weist einen Aufwandüberschuss von 21200 Franken auf, der durch das Eigenkapital gedeckt ist.

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