Zukunft der Johanneskirche: Spurgruppe nahm ihre Arbeit auf

Thun

Eine Spurgruppe beschäftigt sich bis Ende Januar mit einer Strategie zur Zukunft der Thuner Johanneskirche. Bis Ende 2019 soll ein Nutzungskonzept vorliegen.

Bis Ende 2019 soll ein Nutzungskonzept für die Johanneskirche realisiert werden.

(Bild: Patric Spahni)

An der Versammlung der Kirchgemeinde Thun-Strättligen vom Mittwochabend stiess vor allem das Traktandum «Spurgruppe Johanneskirche» auf Interesse. Die Gruppe, die ihre Arbeit im letzten Monat aufgenommen hatte, soll eine Strategie entwickeln, wie es mit der Kirche, deren Schliessung oder Umnutzung, die lange Zeit zur Diskussion stand, weitergehen soll.

Kirchgemeinderat René Schenk und Peter Greuter vom Kleinen Kirchenrat erklärten den rund 50 Anwesenden, dass in Zusammenarbeit zwischen der Gesamtkirchgemeinde und der Kirchgemeinde Strättligen bis Ende 2019 ein Nutzungskonzept realisiert werden solle. Unter der externen Leitung eines Architekten solle dann der nächste Schritt für ein Vorprojekt erfolgen.

Sanfte Renovation gefordert

Aus dem Publikum wurde betont, dass eine sanfte Renovation der Johanneskirche angestrebt werden solle. Zudem wurde gefordert, dass das seit längerem leer stehende Pfarrhaus bei der Kirche einer Zwischennutzung zugeführt werde.

Wie die Kirchgemeinde Strättligen in einer Mitteilung an die Medien weiter schreibt, werde sie in Zukunft in der Zeitung «Reformiert» oder an Anlässen der Kirchgemeinde über die Arbeiten der Spurgruppe orientieren.

Schliessungen kein Thema

Peter Greuter antwortete auf die Frage nach Kirchenschliessungen, dass zurzeit keine Diskussion über diese Thematik geführt werde, weder für Thun-Strättligen noch für eine der anderen Thuner Kirchgemeinden.

Das Thema hatte die Gemüter vor einem Jahr erhitzt und schliesslich in einer Kircheninitiative gegipfelt, welche Ende April dieses Jahres vom Thuner Kirchenvolk angenommen wurde und die bereits beschlossene Entwidmung der Kirche wieder rückgängig machte.

Anlässlich der Versammlung im Saal des Kirchenzentrums Johannes standen auch Wahlen und Wiederwahlen für die kommende Legislatur 2019–2022 an. Alle Vorgeschlagenen für den Kirchgemeinderat mit Kopräsidium, für den Grossen Kirchenrat, den Kirchlichen Bezirk, die Synodalen sowie der Präsident und der Vizepräsident der Kirchgemeinde Strättligen wurden gewählt oder bestätigt und mit einem kleinen Präsent beschenkt.

pd/don

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