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Zwölf pfiffige Ideen stehen im Fokus

Für den Innovationspreis der Volkswirtschaft Berner Oberland sind zwölf Projekte aus Tourismus und Landwirtschaft nominiert. Darunter auch drei aus der Region Thun. Die Preisverleihung findet diesen Donnerstag statt.

Das Vitalresort Deltapark im Modell:?So wird das neue Hotel auf dem Gelände des früheren Gwatt-Zentrumsaussehen.
Das Vitalresort Deltapark im Modell:?So wird das neue Hotel auf dem Gelände des früheren Gwatt-Zentrumsaussehen.
zvg
Die Dittligmühle in Längenbühl:?Im renovierten Mühlegebäude gibt es neu auch ein Bistro mit Verkaufslokal.
Die Dittligmühle in Längenbühl:?Im renovierten Mühlegebäude gibt es neu auch ein Bistro mit Verkaufslokal.
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Beachsoccer in der Spiezer Bucht: Auch andere Sandsportarten wie Beachvolley oder Beachtennis finden hier regelmässig statt.
Beachsoccer in der Spiezer Bucht: Auch andere Sandsportarten wie Beachvolley oder Beachtennis finden hier regelmässig statt.
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Safran aus dem Simmental, ein unkonventioneller Seilpark in Adelboden, begehbare Fondue-caquelons im Saanenland, ein lukratives Gratisangebot in Interlaken oder ein Hotel am Thunersee mit neuartigem Spa-Konzept: Dies sind einige Muster aus der Palette von innovativen Projekten, die im Rahmen des Wettbewerbs für den Berner Oberländer Innovationspreis 2015 eingereicht wurden.

Die Innovationspreise werden am 7. Januar von der Volkswirtschaft ­Berner Oberland in Zusammenarbeit mit den Berner Oberländer Tourismusdestinationen ver­liehen.

Gesucht sind jeweils ­kreative Ideen mit unternehmerischem Gehalt, die eine nachhaltige Wirkung für das Berner Oberland haben und die Ausstrahlung der Region stärken. Nominiert sind zwölf Projekte, darunter drei aus der Region Thun.

  • Wellness im Deltapark Gwatt: Auf dem Gelände des ehemaligen Gwatt-Zentrums wird derzeit ein neuartiges Hotelkonzept umgesetzt. Im östlichen Teil des Geländes entsteht das Deltapark Vitalresort. Die Hotelanlage weist neben Seminarinfrastruktur ein breites Spaangebot auf, das sich an der Schnittstelle von Genuss und Medizin bewegt. Im Westen des Geländes steht grosszügiger Wohnraum zur Verfügung: Um eine künstliche Lagune gruppieren sich Villen und Wohnungen. Die Appartements werden teils durch den Hotelbetrieb bewirtschaftet, teils privat genutzt.
  • Tradition mit Zukunft in Längenbühl: Die Dittligmühle wird als Familienbetrieb in siebter Generation geführt. Die traditionsreiche Unternehmung stellt eine touristische Attraktion dar. Das ist vor allem dem Bistro ­Irmas Mahlwerk zu verdanken, das im renovierten Mühlegebäude eingerichtet ist. Neben Brot aus der Mühle sind dort auch Antiquitäten erhältlich. Der Raum wird zudem regelmässig für Kulturveranstaltungen genutzt. Laufend werden das Angebot und die ­Infrastruktur der Mühle weiterentwickelt: Im vergangenen Sommer wurde etwa der Mühlebach renaturiert.
  • Eldorado für Sandsport in Spiez: Im Juni 2015 wurde in der Spiezer Bucht die neue Beach-Arena eröffnet. Die Anlage eignet sich für Sandsportarten aller Art, insbesondere für Beachsoccer, Beachvolleyball, Beachtennis und ­Beachhandball. Auch drei Pétanquebahnen gehören dazu. Das Angebot dient sowohl dem Schulsport als auch dem Spitzen- und dem Breitensport. Mittlerweile bereits seit mehreren Jahren finden in der Spiezer Bucht internationale Sandsportwettkämpfe statt. Die Beach-Arena stärkt die Position des Standorts als Schauplatz attraktiver Sportveranstaltungen.
  • Viel Schwung im Seilpark Adelboden: Abenteuerliche Erlebnisse hoch über dem Boden bietet der Adventure Park in Adelboden. Der Seilpark wird von der Alpinschule Adelboden betrieben. Der Adventure Park besteht seit zehn Jahren. Aus Anlass des Jubiläums ist er auf den Sommer 2015 umfassend erweitert worden. Im Gelände am Gilbach sind zu diesem Zweck verschiedene neue Attraktionen eingerichtet worden.
  • Offenes Ohr für Leute am Grimsel: Die Basler Fotografin und Autorin Susanne Vettiger ist seit Jahren von der grossartigen Berglandschaft rund um Guttannen fasziniert. Ihre Eindrücke hat sie in Wort und Bild im Buch «An der Grimsel» festgehalten. Daraus ist eine Ausstellung entstanden, die im Sommer 2015 im Grimselhospiz gezeigt wurde. Sie umfasste neben zahlreichen Fotos auch eine Hörstation: 52 Interviews mit Einwohnerinnen und Einwohnern von Guttannen waren dort zu hören.
  • Fondue mit Aussicht im Saanenland: Mit dem Projekt «Fondueland Gstaad» hat die Tourismusorganisation Gstaad-Saanenland Tourismus ein neuartiges Ganzjahresangebot kreiert. Im Schlittmoos bei Schönried und auf der Wispile bei Gstaad steht je ein überdimensionales Caquelon mit Tisch und Sitzgelegenheiten für bis zu acht Personen. Kleingruppen können dort zu jeder Jahreszeit ein aussichtsreiches Freilichtfondue geniessen. In den Molkereien der Region sind Fonduerucksäcke mit allem notwendigen Zubehör erhältlich.
  • Musik als Magnet in Frutigen: Die vom Unternehmer Peter Schmid initiierte Plattform Frutiglandevents.ch verknüpft Tourismus, Gewerbe und Politik in der Region Frutigen. Die Kooperation will mit Veranstaltungen von überregionaler Ausstrahlung neue Gäste in die Region ­holen. Der Start erfolgte 2015 mit vier unterschiedlich ausgerichteten Events: Auf einen Tanzball folgte die Country Night; ferner wurden die Schweizer Vorausscheidung des Alpen-Grand-Prix für Schlager und Volksmusik ­sowie die Live-TV-Aufzeichnung «Star-Treff» mit Schlagermusikstars ausgetragen.
  • Winterwerbung nach Mass an der Lenk: Neue Wege in der Bekanntmachung des Winterangebots hat die Tourismusdestination Lenk-Simmental beschritten: Auf die Winter­saison 2014/2015 hin hat sie eine Youtube-Kampagne zur zielgruppenspezifischen Kommunikation gestartet. Die Zuschauer wurden aufgrund ihrer Such­anfragen nach fünfzig verschiedenen Interessengruppen auf­geschlüsselt. Jedes dieser Segmente wurde mit einem auf die individuellen Bedürfnisse zugeschnittenen Clip angesprochen.
  • Interkulturelle Workshops in Interlaken: Immer mehr Gäste aus China und den Golfstaaten besuchen das östliche Berner Oberland. Der einheimischen Bevölkerung sind die Bedürfnisse und die Gepflogenheiten dieser Menschen oft nicht vertraut. Interlaken Tourismus hat deshalb interkulturelle Workshops ins Leben gerufen, in denen entsprechendes Wissen vermittelt wird. Die kostenlosen Veranstaltungen richten sich ­primär an Mitarbeitende von Betrieben in tourismusorientierten Branchen, stehen aber auch weiteren interessierten Kreisen offen.
  • Brienzer führt Gratisrundgänge durch: Kann man mit einem Gratisangebot Geld verdienen? Der Brienzer Student Viktor Glatthard weiss: Es funktioniert. Für Touristen aus aller Welt führt er in Interlaken regelmässig «Free Walking Tours» durch. Auf den unterhaltsamen und kostenlosen Rundgängen wird den Gästen die Region aus der Insiderperspek­tive von Einheimischen gezeigt. Etliche Teilnehmer buchen am Folgetag eine weitere – diesmal kostenpflichtige – thematische Tour. Das Modell boomt: Mittlerweile bietet es zwölf jungen «Local Guides» aus der Region einen Studentenjob.
  • Textilkreationen aus dem Simmental: Das Atelier Rebecca ­aus Oberwil bietet textile Kreationen an, die ein aussergewöhnlich breites thematisches ­Spektrum aufweisen. Die junge Bekleidungsgestalterin Rebecca Rothenbühler hat sich einerseits auf die Herstellung von Trachten, andererseits auf die Anfertigung von Couture-Damenbekleidung und von Masskleidung spezialisiert. Alle Produkte, die im Atelier verkauft werden, sind auch im Simmental produziert worden.
  • Kostbare Gewürze aus Därstetten: Safran ist das kostbarste aller Gewürze. Um ein Kilogramm davon herzustellen, benötigt man rund 150 000 Krokusblüten. In Handarbeit gilt es bei jeder von ihnen den aromatisch duftenden Stempelfaden herauszunehmen. Auf einer kleinen Fläche im Rütteli in Weissenburg hat die Bäuerin Heidi Ziörjen 2011 mit dem Anbau der Exklusivität zu experimentieren begonnen. Mittlerweile konnten die ersten Safranfäden geerntet werden. In einem Restaurant im Nachbardorf Oberwil wurde die Rarität bereits für eine «Safran-Chochetä» verwendet.

(ats)

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