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Thuner Perlen in stilvollem Buch

Es ist ein Stadtführer der etwas anderen Art: Mit «Einfach Thun» wollen Stefan Buck und Anne Racine auf die vielen speziellen Betriebe aufmerksam machen – und mithelfen, die Innenstadt zu beleben. Das Buch erscheint im Juni.

«Thun ist eine einfache Stadt mit sehr hoher Lebensqualität – und überall versteckten Perlen», ist Stefan Buck überzeugt. Perlen, die nicht immer die Wertschätzung erhalten, die sie verdienen, findet der 45-Jährige. Die Diskussionen um die Belebung der Altstadt haben Buck und seine Partnerin Anne Racine nicht kalt gelassen. Die beiden, die in der Unteren Hauptgasse die verspielte Mischung aus Coiffeur, Bar und Vintage-Möbelladen namens «Tout de Suite» und die Sprachschule «Sprachraum-Thun» führen, wollten etwas für «ihre» Stadt tun – und lancierten eine neue Idee: Eine Art Stadtführer, der sich diesen Perlen widmet und sie in einer ästhetisch eigenwilligen Weise darstellt. So entstand «Einfach Thun». Die Resonanz war gross: «Die Idee stiess auf Begeisterung», freut sich Stefan Buck. Mindestens 60 Geschäfte und Gastrobetriebe, die mitmachen, war das Ziel – jetzt sind es 77. Und zwar von alteingesessenen Traditionsbetrieben bis zu innovativen Jungunternehmen, vom Schmuckgeschäft à la «Silberschmiede» über etablierte Restaurants à la «Beau Rivage» bis zum angesagten Club à la «The Rock». Bewusst nicht angefragt wurden grosse Laden- oder Restaurantketten. Im Vordergrund soll das Spezielle stehen, das es nur in Thun zu finden gibt. Frisch, frech, ästhetisch Für die Initianten Buck und Racine ist wichtig, dass «Einfach Thun» keine Konkurrenz zu bestehenden Stadtführern wie dem Cityguide ist. Im stilvoll gestalteten Buch werden die Betriebe mit ungewöhnlichen, ästhetischen Fotos und kurzen, frisch-frechen Texten – auch in Englisch und Französisch – vorgestellt. Da heisst es etwa zum legendären Thuner Plattenladen Zig-Zag Records: «Anfassen ist schöner als ‹speichern unter›.» Ergänzend finden sich im Buch Exkurse in die Geschichte Thuns. Im Index sind schliesslich alle Adressen, Homepages sowie ein Lageplan enthalten. Finanziert wird «Einfach Thun» durch den Beitrag, den alle mitmachenden Geschäfte und Lokale entrichten. Unterstützung leisten auch die Stadt Thun – via Stadtmarketing – die AEK Bank 1826, Thun Tourismus und Vetter Druck. Verkauft wird «Einfach Thun» voraussichtlich für 26 Franken ab Mitte Juni in allen mitmachenden Betrieben, Thuner Buchhandlungen, den AEK-Filialen und im Welcome-Center von Thun Tourismus. Ausserdem soll das Buch in Tourismusbüros auch ausserhalb Thuns aufliegen – um etwa Gstaader Touristen für einen Besuch in die Kyburgstadt zu locken. Am 12. Juni findet in der Konzepthalle 6 im Selve-Areal die Vernissage für «Einfach Thun» statt. Ängste abbauen Buck und Racine haben bei den Thunern oft Schwellenängste festgestellt – etwa bei ihrem eigenen Laden, wo Auswärtige oft einfach reinplatzen, während Einheimische sich zuerst fragen: «Ist das jetzt eine Bar oder ein Coiffeur?» Solche Ängste wollen sie abbauen helfen. «Wir wollen mit ‹Einfach Thun› den Thunern und den Gästen zeigen, was die Lebensqualität dieser Stadt ausmacht», sagt Stefan Buck. Dazu gehören all die spannenden Lädeli und Beizen – die Thuner Perlen eben. Michael GurtnerÖffentliche Vernissage von «Einfach Thun»: 12. Juni ab 18 Uhr in der Konzepthalle 6 im Thuner Selve-Areal. •www.einfachthun.ch >

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