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Ultraschnell und produktiv

Er ist einer der «heissesten», schnellsten und spektakulärsten Spieler der NLA: Brendan Brooks, der kanadische Topskorer der SCL Tigers. In den letzten zwölf Spielen erzielte der Kanadier nicht weniger als 18 Skorerpunkte.

Einen Ausländer wie Brendan Brooks in der Form der letzten Wochen wünscht sich jeder Headcoach. Der Kanadier, der gestern 31 wurde, machte, was ein Importspieler machen muss: Er produzierte überdurchschnittlich viele Skorerpunkte. Gleichzeitig trieb er die SCL Tigers auch noch unermüdlich an. Nicht nur in guten, sondern auch in schlechten Zeiten eines Spieles. Er hat sich zu einem Spieler entwickelt, der in den alles entscheidenden Momenten eines Spieles für den Unterschied zwischen Sieg und Niederlage sorgen kann. Brendan Brooks bestätigte in letzter Zeit die Eindrücke, die die Scouts der Detroit Red Wings vor drei Jahren nach dem NHL-Trainingscamp in ihrem Report festhielten. Stärken: Punkto Schnelligkeit und Energie NHL-Kaliber; Spezialist für wichtige Tore in wichtigen Momenten. Schwäche: zu klein und zu leicht, bloss ein Mittelgewicht in der NHL. Ein Schwergewicht ist Brendan Brooks dafür im Sommer auf Rollen: Er ist einer der erfolgreichsten kanadischen Inlinespieler aller Zeiten mit Titelgewinnen, WM-Medaillen und verschiedenen Auszeichnungen. Wertvolle Tore Brendan Brooks erzielte für die SCL Tigers in den letzten elf von zwölf Spielen elf Tore und sieben Assists. Bezeichnend: Ohne Punkt blieb er nur beim 4:9 in Freiburg, als er bereits grippegeschwächt war und nicht mit einem vollen «Energietank» spielte. Die nicht alltägliche Skorerserie des SCL-Tigers-Kanadiers wurde in den letzten zwölf Runden nur gerade von Hnat Domenichelli (Lugano; 12 Tore/14 Assists/26 Punkte), Randy Robitaille (Lugano; 5/20/25) und dem ehemaligen Langnauer Topskorer Josh Holden (Zug; 5/16/21) übertroffen. Zwei Drittel der Treffer von Brendan Brooks sind Treffer mit einem besonders hohen Stellenwert: drei Führungstore, drei Ausgleichstore, ein Anschlusstor und drei Tore, die die SCL Tigers mit zwei Goals in Führung gebracht haben. Acht seiner 15 Tore schoss Brendan Brooks im Powerplay. Die Voraussage von Huras Brendan Brooks fand sich in den ersten Meisterschaftswochen nach seinem Wechsel vom norwegischen Mittelfeldklub Stavanger ins Emmental nicht gleich auf Anhieb in der National League A zurecht. In den ersten 15 Spielen erzielte er nur dürftige fünf Skorerpunkte (4/1). «Es war genau so, wie es Larry Huras vorausgesagt hat», schmunzelt Brendan Brooks. «Der jetzige SCB-Headcoach war mein Trainer in der ersten Saison in Stavanger. Er ist bekanntlich ein erstklassiger Kenner des Schweizer Eishockeys, und als ich das Angebot der SCL Tigers erhielt, war mir natürlich seine Meinung sehr wichtig. Mit deiner Schnelligkeit, hat er mir gesagt, bist du wie geschaffen für das Schweizer Eishockey. Aber du wirst 10 bis 15 Spiele für die Umstellung benötigen.» Nebenbei bemerkt: Wenn der SCB in der Champions League gespielt hätte, wäre Brendan Brooks von Larry Huras als zusätzlicher Ausländer verpflichtet worden. Der Wandel mit Daigle Die Steigerung von Brendan Brooks in den letzten Wochen steht auch in einem gewissen Zusammenhang mit den verschiedenen Spielerwechseln, die die SCL Tigers im Oktober vorgenommen haben. Im Besonderen mit dem Tausch Oliver Setzinger – Alexandre Daigle. Mit seiner häufig zu eigensinnigen Spielweise verzögerte der Österreicher immer wieder das Spiel und nahm damit auch das Tempo aus den Angriffen. Daigle hingegen spielt ähnlicher wie Brooks – er spielt direkter und schiesst öfters. Daraus ergeben sich auch immer wieder Abpraller, die dem «Wühler» Brooks mehr Torchancen als zuvor geben. Brendan Brooks, daran sei erinnert, spielt nur dank der grosszügigen finanziellen Unterstützung einer Gruppe rund um den Langnauer Bauunternehmer Hannes Stämpfli bei den SCL Tigers. Er ist zweifellos eine der besten Investitionen der letzten Jahre. Der Kanadier wird heute in Genf gegen Servette und morgen im Heimspiel gegen Zug alles versuchen, dass er als einer der momentan «heissesten» Skorer nicht «abkühlt». Werner Haller >

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