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Umsteigen funktioniert nicht

ToffenPassagiere, die vom Zug auf das Postauto umsteigen wollen, sehen seit dem Fahrplanwechsel im Dezember regelmässig ihren Bus davonfahren. Nun will die Postauto Schweiz AG die Linie zwischen Toffen und Wichtrach überprüfen.

Darüber ärgern sich die Pendler regelmässig: Wenn sie nach einem langen Arbeitstag mit dem Zug von Bern her kommend in Toffen auf das Postauto umsteigen wollen, sehen sie ihren Anschlussbus davon fahren. Der nächste Bus der Verbindungslinie 166 zwischen dem Gürbe- und dem Aaretal fährt eine Stunde später. Dumm nur, wer den letzten Bus um 18.59 Uhr verpasst. Der oder die muss schliesslich Verwandte oder Freunde darum bitten, sie am Bahnhof abzuholen. Bis zum Fahrplanwechsel im Dezember funktionierte in der Regel das Umsteigen von der Bahn auf das Postauto in Toffen. Der BLS-Zug hielt in Toffen um .57 Uhr. Um .04 Uhr fuhr der Bus. Im Dezember wurde die Abfahrt des Busses auf .59 Uhr vorverschoben. Fürs Umsteigen bleiben also neu nur noch zwei Minuten. Die frühere Abfahrtszeit ist nötig, weil der Chauffeur einen Abstecher nach Gerzensee machen muss. Die neue Linienführung benötigt zusätzliche Zeit. Geschlossene Schranke Bei der knapp berechneten Fahrzeit zwischen Toffen und Wichtrach liegen Verspätungen nicht drin. Kann der Chauffeur am Bahnhof Toffen nicht pünktlich losfahren, verliert er wenige Meter später vor dem geschlossenen Bahnübergang noch mehr Zeit. Hier muss er warten, bis auch der Zug aus Thun den Bahnhof passiert hat. Wegen der Verspätung verpassen schliesslich die Passagiere in Wichtrach ihren Anschlusszug nach Bern. Ein Dilemma. Die Postauto Schweiz AG bestätigt die Probleme auf der Linie 166. «Die Passagiere verpassen jeweils dann ihre Anschlüsse, wenn es auf der BLS-Linie durchs Gürbetal zu Verspätungen kommt. Das ist besonders in Stosszeiten keine Seltenheit», sagt Fabian Schmid, Leiter Region Bern der Postauto Schweiz AG. Rund einen Monat nach dem Fahrplanwechsel könne die betroffene Linie noch nicht abschliessend beurteilt werden. Wie Schmid jedoch erklärt, wollen Postauto Schweiz und BLS die schlecht funktionierenden Anschlüsse thematisieren. Haltestelle verschieben? Zudem ist geplant, mit der Gemeinde Toffen über eine neue Haltestelle auf der gegenüberliegenden Seite der Bahnlinie zu verhandeln. «Dann könnte der Chauffeur den Zug aus Bern abwarten, ohne vor verschlossener Schranke stehen zu müssen.» Schmid rät Passagieren, denen der Bus vor der Nase abgefahren ist, sich bei der Postauto Schweiz AG zu melden. Christian Liechti>

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