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Und was ist mit anderen Tieren?

Zur Delfinberichterstattung aus Taji im TT Ausgaben vom 29.September und 8.Oktober Es mag ja noch angehen, dass Herr Roth seine Brötchen damit verdient, anderen auf die Tränendrüse zu drücken; wie man feststellt, gibts ja noch einen Oscar dafür. Wie wärs, wenn wir mal vor der eigenen Tür wischen würden? Viel weniger spektakulär und praktisch täglich werden in der Schweiz Tausende von Tieren geschlachtet. Herzige Kälber, wollige Schäfchen, stolze Ziegen, niedliche Schweinchen, schmiegsame Pferde und jede Menge Rinder und Milch gebende Kühe; von all den Hühnern, Hasen, Rehen, Hirschen und sogar einigen Steinböcken und anderen Tieren ganz abgesehen. Auch die schauen treu drein und wehren sich praktisch nicht, wenn sie zur Schlachtbank gebracht werden. Und keiner von uns Mitteleuropäern hat deswegen ein schlechtes Gewissen. Wer schon mal einen Schlachthofbesuch hinter sich gebracht hat, könnte dieselben reisserisch rührigen Geschichten auftischen, wie dies Hans Peter Roth mit den Delfinen von Taiji tut. Wir haben als Älpler halt keinen Meeranstoss und sollten uns eindeutig mehr um unsere Angelegenheiten kümmern. Was, respektive wer gibt eigentlich Herrn Roth das Recht, sich dermassen negativ und mit solcher Beharrlichkeit über die japanischen Gepflogenheiten zu äussern? Überlassen Sie doch bitte den Japanern die Festsetzung der Fangquoten ihrer Ressourcen. Die schreiben uns auch nicht vor, wie viele Steinböcke in der Schweiz zum Abschuss freizugeben sind. Ihre Stories über Taiji und die Delfine schaden nicht zuletzt auch dem Schweizer Tourismus, der bekanntlich auch aus einigen Japanern besteht! Jens SidselrudOberhofen >

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