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Undankbarer Abend für Bürki und Petkovic

Ersatzgoalie Roman Bürki hat sich gegen Fenerbahçe nicht auszeichnen können. Die Berner agierten gestern mit einer Viererkette.

Roman Bürki kam sich gestern Abend vor wie in einem schlechten Film. Zweimal gab Fenerbahçe in der ersten Halbzeit einen Schuss auf das Tor des YB-Ersatzkeepers ab, zweimal war er ohne Abwehrchance und musste den Ball aus dem Netz holen. Im weiteren Spielverlauf musste er nicht mehr entscheidend eingreifen. Ähnliches war dem 19-Jährigen elf Tage zuvor in der Super League widerfahren, als er den wie gestern gesperrten Stammgoalie Marco Wölfli beim FC Thun (1:1) ersetzte. Damals hatte er nach weniger als einer Spielminute ein Gegentor kassiert und konnte sich danach nicht mehr auszeichnen. Gestern sagte Bürki: «Für mich war es wieder ein sehr undankbares Spiel.» Er und sein Team wurden gegen Fenerbahçe für einen spektakulären Auftritt schlecht belohnt. Einerseits weil sie ihre vielen Chancen nicht nutzten, wie es für die Qualifikation zur Champions League notwendig sein dürfte. Andererseits weil sie es den Türken zu einfach machten, ein Tor zu erzielen. «Fenerbahçe ist ein international erfahrenes Team. Das hat es bei diesen Aktionen unter Beweis gestellt», sagte Bürki. Mit wenigen Pässen kombinierten sich die Gäste jeweils vor Bürkis Tor. Dabei hatte sich YB-Trainer Vladimir Petkovic erstmals in seiner Amtszeit dazu entschlossen, von der Dreierkette in der Abwehr abzuweichen. Er stellte vier Verteidiger auf. Wie seine Mannschaft mit der Umstellung zurecht kam, musste Petkovic wegen einer Sperre einsam und weit oben in einer Loge des Stade de Suisse verfolgen. Der rechte Verteidiger Scott Sutter sagte: «Wir standen alles in allem kompakter als zuletzt gegen Luzern.» Im Zusammenspiel mit David Degen war er auf der rechten Seite zu verschiedenen guten Aktionen gekommen. An das veränderte System habe er sich rasch gewöhnt, sagte Sutter. «Ich musste mich aber immer erinnern, anders aufzurücken, als wenn wir im 3-4-3 spielen.» Laut Sutter ist die Taktik ein ständiges Thema in den Gesprächen zwischen Trainer und Spielern. Wie Petkovic ist er der Meinung, ein flexibles System könne zu einem Erfolgsrezept der Young Boys werden. «Keine Angst haben» Auch Sutter zeigte sich enttäuscht vom Resultat des Spiels («Wir erhielten zwei vermeidbare Tore, die aus dem Nichts kamen»), gleichzeitig machte ihm der Auftritt gegen den türkischen Grossklub Mut: «Seit ich für YB spiele, haben wir den Gegner nie so dominiert wie in diesem Spiel. Wir hätten gegen Fenerbahçe fünf oder sechs Tore erzielen können.» Die Mannschaft solle sich an den guten Aktionen aufbauen, «dann müssen wir keine Angst vor dem Rückspiel in Istanbul haben». Alexander Wäfler>

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