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Unia buchstabiert zurück

Zuerst forderte die Unia für den Berner Detailhandel einen Gesamtarbeitsvertrag. Dieses Ziel wird nun nach unten korrigiert.

14.Oktober 2009: Die Gewerkschaft Unia fordert in einem offenen Brief an den Wirtschaftsdachverband Berner KMU in fetten Lettern: «Gesamtarbeitsvertrag für Detailhandel!». Gestern, gut einen Monat später, übergab die Unia dem Regierungsrat 13432 Unterschriften und unterstrich damit ihre Forderung nach besseren Arbeitsbedingungen im Detailhandel. Allerdings: In der Medienmitteilung und auch in der Ansprache vor dem Rathaus fiel das Wort «Gesamtarbeitsvertrag» (GAV) nicht mehr. Die Rede ist plötzlich nur noch von «fairen Löhnen» im Detailhandel. Warum buchstabiert die Unia nun plötzlich zurück? «Berner KMU hat uns mitgeteilt, dass aus seiner Sicht kein Handlungsbedarf bestehe», erklärt Natalie Imboden von der Unia. «Ohne Partner können wir nicht über einen GAV verhandeln.» Ball liegt bei der Regierung Deswegen verlange die Unia nun vom Regierungsrat, dass dieser für den Detailhandel immerhin verbindliche Mindestlöhne festsetze. Volkswirtschaftsdirektor Andreas Rickenbacher nahm die Petition entgegen: «Ich kann Ihnen versichern, dass mir Lohngerechtigkeit ein Anliegen ist», liess er die Gewerkschaftsvertreter wissen. Die Regierung hat nun ein Jahr Zeit, zur Petition Stellung zu nehmen. phm>

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