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Urchiger Brauch lebt neu auf

MadiswilFrauen unter sich: Beim Spinnet wird getanzt, geplaudert, gegessen und kräftig musiziert. Die Männer müssen warten.

In alten Zeiten pflegten die Bäuerinnen an den langen düsteren Winterabenden zusammenzukommen, um gemeinsam an Spinnrädern Hanf und Flachs zu spinnen. Dabei wurde mit Speis und Trank nicht gegeizt, die Bauersfrauen wollten zeigen, «dass man es hatte». Gleich zu Beginn des Abends wurden jeweils Berge von «Chüechli» und Wein aufgetischt. Schon bald ging es recht fidel zu und her. Längst wurde der Brauch ins Wirtshaus verlegt. Seit bald zehn Jahren dient in Madiswil die Linksmähderhalle als Treffpunkt – und dort wird der Spinnet immer beliebter. Am Samstag sassen die Frauen wiederum gemütlich beisammen, assen «Schlüferli und Chnöiplätze», plauderten und schwangen zu den Klängen von «Resi, Wädi und Rene» das Tanzbein. Der Gemischte Linksmähderchor gab ein paar Lieder zum Besten. Wie «Heaven Is a Wonderful Place», «Freude am Leben» und «Gang rüef de Brune – gang rüef de Gäle». Danach wurde wieder eifrig getanzt. Am Abend, nachdem die urchigen Frauen ihr Nachtessen eingenommen hatten, durften auch die Ehemänner dazustossen und mitfeiern. Verena Nyfeler>

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