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Volk lehnte die Spital-Initiative ab

Das Resultat ist klar: Die Stimmbürger wollen, dass sich der Gemeinderat

Ausführlich waren die Erläuterungen von Gemeindepräsident Aldo Kropf. Lange wogten an der Gemeindeversamluhng in Saanen die Voten hin und her. Dann endlich, kurz nach 23 Uhr stand das Ergebnis fest. 393 Personen (71,45 Prozent) sprachen sich gegen die Spitalinitiative aus, 157 (28,55 Prozent) waren dafür. Damit war klar, dass sich der Saaner Gemeinderat und die Bevölkerung nicht aktiv für ein Akut-Spital in Zweisimmen einsetzen müssen. Dies hatte die Initiative vorgesehen. Hanspeter Grundisch, einer der vier Initianten der Spitalinitiative, die im März mit 1010 Unterschriften eingereicht wurde, gab nach dem deutlichen Ergebnis seiner Enttäuschung Ausdruck. «Viele Leute sind gar nicht gekommen. Viele sind unsicher geworden und wollten sich nicht mehr mit der Sache befassen.» Die Intianten hätten ein Zeichen setzen wollen. «Die Gesundheitsversorgung der Region müsste weitsichtiger an die Hand genommen werden. Darum hätten wir zugunsten einer Lösung in Zweisimmen bei uns in Saanen auf ein Akut-Spital verzichten wollen.» «Wir schauen zur Region» Gemeindepräsident Aldo Kropf zeigte sich nach dem klaren Ergebnis erleichtert, nicht an der Bevölkerung vorbeipolitisiert zu haben. «Ich bin froh, dass uns im weiteren Engagement für eine Spitallösung nicht die Hände gebunden sind.» Nach einem Ja zur Spitalinitiative hätte der Gemeiderat die Lösung in Zweisimmen ohne wenn und aber unterstützen müssen. «Wir hätten uns für eine Akut-Versorgung in Saanen nicht mehr stark machen können», erklärt Kropf. Wie geht er mit dem an der GV geäusserten Vorwurf um, der Gemeinderat handle nicht regionalpolitisch? «Wir reden mit dem Gemeinderat Zweisimmen und haben einen guten Kontakt. Aber in der Spital-Standort-Frage gehen unsere Ansichten auseinander.» Aber, so Kropf weiter, der Gemeinderat Saanen helfe in vielen Bereichen mit, die Region zu stärken. Die lange DiskussionFast eineinalb Stunden wurde über die Spital-Frage diskutiert: Peter Matti, einer der vier Initianten, äusserte den Verdacht, keine Region möge der anderen etwas gönnen: «Jetzt müssen wir über die Scholle springen.» Irène Baumer, Vertreterin der Angestellten des Spitals Saanen, bat darum, dass um den Standort Saanen gekämpft wird. Fritz Würsten, ebenfalls ein Initiant erklärte: «Wir wollen ein Akut-Spital und nicht nur Gesundheitszentren.» Andreas Hurni, Verwaltungsrat der STS AG schilderte die ungemütliche Lage wegen der drei verlorenen Jahren. Es gebe darum kein Geld mehr aus dem Spitalfonds. Und: Es sei illusorisch zu glauben, dass der Kanton Bern das nötige Geld habe. Svend Peternell >

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