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Vom Schlossberg in die Selve

Ab Montag befindet sich das Regierungsstatthalteramt Thun offiziell an seiner neuen Adresse im ehemaligen Selve-Areal. Die Zügelarbeiten sind weitgehend abgeschlossen. Regierungsstatthalter Marc Fritschi ist zufrieden.

Diese Woche verlegte das Regierungsstatthalteramt Thun seinen Sitz vom Schlossberg ins ehemalige Selve-Areal. Nachdem die Vorbereitungen schon seit einiger Zeit in Gang waren, erfolgte in den vergangenen Tagen der eigentliche Umzug in die neuen Räumlichkeiten an der Scheibenstrasse 3. Bis am Mittwoch wurde der Schalter und das Telefon am alten Standort noch bedient. Bereits ab Montag soll am neuen Normalbetrieb herrschen. «Ich bin zuversichtlich, dass das klappt. Wir sind im Zeitplan», sagt Regierungsstatthalter Marc Fritschi. Besonderer Moment Dass das Statthalteramt nun vom Schloss wegzieht, ist insofern von besonderer Bedeutung, als dass die Staatsgewalt damit erstmals seit mehr als 800 Jahren nicht mehr auf dem Schlossberg vertreten ist. «Das ist schon ein emotionaler Moment», sagte der ehemalige Regierungstatthalter Anton Genna Mitte April, als sich Marc Fritschi mit drei seiner Vorgänger traf, um gemeinsam vom alten Amtssitz Abschied zu nehmen. Bessere Arbeitsabläufe Nun, wo der Umzug vollzogen ist, stehen jedoch die Vorzüge der neuen Räumlichkeiten im Vordergrund. Regierungsstatthalter Marc Fritschi zeigt sich zufrieden: «Wir haben geräumige, helle und zweckmässige Büros bekommen», sagt er. Diese seien bedeutend grösser als die alten. «Endlich haben wir auch ein Sitzungszimmer, in dem alle 20 Angestellten Platz finden», fährt er fort und weist auf einen weiteren Vorteil des neuen Standorts hin: «Beim Schloss waren unsere Räume auf zwei Gebäude verteilt. Nun sind wir unter einem Dach und auf einem Boden.» Das sei gut für das Team und würde die amtsinternen Arbeitsabläufe verbessern, erklärt Fritschi weiter. Keine Enttäuschung Enttäuschung über das Verlassen des Schlossbergs und den Bezug von «gewöhnlichen» Büros war beim Rundgang durch die neuen Räumlichkeiten am Dienstag tatsächlich nicht auszumachen. Emsig wurde ausgeladen, ausgepackt und eingeräumt. Marc Fritschi bestätigt diesen Eindruck: «Meine Leute sind motiviert und denken mit», sagt er. «Einige haben nun 30 Jahre am alten Standort gearbeitet und freuen sich auf die neuen Böros.» Andere hätten damit mehr Mühe, das sei ganz individuell. Unter dem selben Dach wie das Statthalteramt werden in Zukunft auch zwei weitere kantonale Behörden beheimatet sein: Das Zivilstandsamt Oberland-West und das Ausweiszentrum Oberland beziehen ebenfalls neue Büros an der Scheibenstrasse 3. «Wir freuen uns darauf, mit den neuen Kollegen ab und zu einen Kaffee zu trinken», sagt Marc Fritschi. Häufig ist ein Umzug auch der Zeitpunkt für eine gross angelegte Entrümpelungsaktion. Nicht so beim Thuner Regierungsstatthalteramt: «In dieser Hinsicht haben wir bereits im vergangenen Jahr einiges getan. Auf Grund der Bezirksreform mussten wir viele Akten in ein zentrales Archiv abliefern. Dazu haben wir insgesamt etwa drei Tonnen der Kehrrichtverbrennungsanlage übergeben», sagt Fritschi. Archiv bleibt vorerst Noch nicht gezügelt wurde das ganze Archiv der letzten Jahre. Es befindet sich noch auf dem Schlossberg, weil der Keller am neuen Standort noch nicht fertig ist. Wann auch dieses umziehen wird, sei noch unklar, so Fritschi. Zur Zukunft des Schlosses, welches dem Kanton von der Stadt abgekauft wurde, weiss Marc Fritschi nichts neues: «Das ist nicht meine Sache», sagt er. Adrian Moser>

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