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Von Bergens Aufstieg an Grichtings Seite

Der eine ist schnell, der andere kantig: Steve von Bergen und Stéphane Grichting bilden wohl die Abwehrzentrale der Schweiz.

Stéphane Grichting, der kantige 31-jährige Walliser, hat seinen Platz im Nationalteam seit zwei Jahren auf sicher. Er ist ein sicherer Wert. An Grichtings Seite hat sich jetzt wohl Steve von Bergen festgespielt. Der Jurassier profitiert davon, dass Philippe Senderos wieder einmal verletzt zuschauen muss – diesmal hat sich der Genfer die Achillessehne gerissen. «Sein Pech ist mein Glück», sagt von Bergen. Er weiss: Würde Senderos’ Körper den Belastungen standhalten, bliebe ihm nur der Platz auf der Ersatzbank. Von Bergen ist feingliedrig und schnell – optisch der pure Gegensatz zu Grichting. Einst ein Premium-Bollwerk Auf den ersten Blick sieht es so aus, als ob die Schweizer Auswahl bei ihren Innenverteidigerpaaren an Qualität und Charisma verloren hat. An der EM 2004 in Portugal hiess das Duo Murat Yakin/Patrick Müller. Die beiden galten, wenn fit und motiviert, als eines der Premium-Bollwerke Europas. Nach Yakins Rücktritt startete die Karriere von Senderos durch. An der Seite seines Genfer Kollegen Müller half er, das Zentrum zu versiegeln. An der WM 2006 in Deutschland kassierten die Schweizer in vier Spielen plus Verlängerung kein Gegentor aus dem Spiel heraus. Und jetzt sind also Grichting und von Bergen erste Wahl. Die nächste Aufgabe wartet auf sie morgen im St.-Jakob-Park. Englands Sturm mit Wayne Rooney und Jermaine Defoe überzeugte beim 4:0 über Bulgarien. Von Bergen weiss um die Stärke der Engländer. Deshalb sagt der Neuenburger: «Es ist nicht alles kaputt, wenn wir verlieren.» Steve von Bergen selbst hat einen aufwühlenden Sommer hinter sich. Nach drei Wochen Ferien wechselte er nach der WM von Hertha Berlin in die Serie A zu Cesena. Neues Land, neue Liga, neue Taktik. Beim Aufsteiger ist er fest eingeplant – wie derzeit im Nationalteam. «Ich habe meine Chance bekommen», sagt von Bergen, «jetzt nehme ich jede Minute, die ich bekomme.» Auf die Diskussion, wie stark die Schweizer Abwehr im Moment ist, lässt er sich nicht ein: «Manchmal wird man kritisiert, manchmal gelobt. So ist der Fussball. Es geht schnell.» Marcel Rohr >

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