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Vorerst gibts noch kein Winterdach

thuner strandbadDas Projekt für ein Winterdach im Strämu ist auf Eis gelegt, weil in den nächsten zwei Jahren nach der Badesaison jeweils Sanierungsarbeiten anstehen. Der Verein Winterdach, der die Idee lanciert hat, prüft nun eine Volksinitiative.

Die Thuner Wasserratten freuen sich: Morgen beginnt die Strämu-Saison. Doch weil in Thun ein öffentliches Hallenbad fehlt, müssen die Schwimmer ab Herbst wieder in andere Gemeinden ausweichen. Das will der Verein Winterdach ändern: Mit einer mobilen Überdachung des 50-Meter-Beckens (wir berichteten, vgl. Kasten). Lange Zeit blieb es still rund um das Projekt, doch der Verein war nicht untätig: «Wir haben einen Businessplan erstellt und diesen bei der Stadt eingereicht», sagt Vereinspräsident Roland Schwerzmann. Die wichtigste Erkenntnis: Laut dem Verein stehen den Personal- und Betriebskosten von 310000 Franken erwartete Einnahmen von 320000 Franken pro Jahr gegenüber. Mit anderen Worten: «Die laufenden Kosten können gedeckt werden», ist Schwerzmann überzeugt. In dieser Rechnung nicht berücksichtigt sind Rückstellungen für den Ersatz der Überdachung nach Ablauf der Lebensdauer von 15 bis 20 Jahren. Denn: «Wir sehen das mobile Dach als Übergangslösung.» Mit anderen Worten: Ein Ersatz ist nicht vorgesehen, weil der Verein hofft, dass bis dahin ein Thuner Hallenbad die Strämu-Überdachung überflüssig macht. Sanierungen im Strandbad «Wir haben den Businessplan geprüft und ihn noch an das Amt für Stadtliegenschaften weitergeleitet», sagt Keshab Zwahlen, Leiter Fachstelle Sport der Stadt Thun. Er sehe durchaus das Bedürfnis für eine ganzjährige Strämu-Nutzung – doch in den nächsten zwei Jahren sei das Projekt auf Eis gelegt. Dies, weil im Strandbad Sanierungen anstehen, die den gleichzeitigen Aufbau und Betrieb eines mobilen Dachs verunmöglichen. «Das Strandbad hat ein gewisses Alter. Die Sanierung beinhaltet nicht einfach nur einen neuen Belag», führt Zwahlen aus. Zurzeit werde eine Studie erstellt, welche Arbeiten ausgeführt werden müssen. Diese sollen danach voraussichtlich in Etappen umgesetzt werden, weil während der Sommersaison nicht gebaut werden kann und im Winter etwa Belagsarbeiten nicht möglich sind. «So bleiben Zeitfenster jeweils im Herbst und Frühling», sagt Keshab Zwahlen. Für ihn ist aber klar, dass das Winterdach nicht verunmöglicht werden soll: «Die Anforderungen für ein solches Dach sollen bei den Sanierungen berücksichtigt werden. Wir wollen uns nichts verbauen.» Dass sich das Projekt zumindest um Jahre verzögert, sorgt beim Verein Winterdach nicht für eitel Sonnenschein. Trotz der Enttäuschung ist weiterhin Tatendrang vorhanden: «Wir wollen jetzt nicht zwei Jahre warten und nichts tun, sondern das Volk mit einbeziehen», sagt Vereinspräsident Roland Schwerzmann. Geprüft wird eine Volksinitiative – mit der Idee, dass die Stadt das Winterdach finanzieren würde. Der Verein will zudem die Fühler ausstrecken um zu eruieren, wie die politische Stimmung gegenüber dem Projekt ist. Schwerzmann ist sich sicher, dass es bei all den Schwimmbegeisterten kein Problem wäre, die nötigen 1600 Unterschriften zusammenzubekommen. Für ihn ist klar: «Das Winterdach wäre für den Breitensport eine tolle Sache – und auch die Öffentlichkeit hätte etwas davon.» Michael Gurtnerwww.winterdach.ch >

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