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Vorsicht regierte im Letzigrund

FussballDer FC Thun besiegte die Grasshoppers mit einer eher defensiven Ausrichtung. Viele Alternativen besass Trainer

Mit einem Lachen im Gesicht und einem freundlichen «bis morgen im Training», verabschiedete sich Thun-Trainer Bernard Challandes gestern, nach dem Sieg bei den Grasshoppers, der Reihe nach von Benjamin Lüthi, Thomas Reinmann und Enrico Schirinzi. Die drei Thun-Spieler waren wegen Verletzungen (Lüthi, Reinmann) und einer Sperre (Schirinzi) beim 1:0 nur Zuschauer gewesen. Bevor sie gemeinsam im Privatwagen den Heimweg antraten, liessen sie es sich aber nicht nehmen, den Mannschaftskollegen und dem Trainer zum 1:0 zu gratulieren. Nicolas Schindelholz und Michael Siegfried ergänzten die Verletztenliste bei den Thunern zu Beginn der zweiten Saisonhälfte. Challandes Auswahl ist derzeit nicht sehr gross. Mit Ausnahme von Routinier Milaim Rama standen dem Coach gestern nur Ergänzungsspieler zur Verfügung, die über wenig oder gar keine Erfahrung in der Super League verfügen. Fragen nach Lezcano-Abgang Challandes wollte sich darüber aber nicht lange aufhalten. Er ist froh, steht ihm im nächsten Spiel gegen Luzern immerhin Schirinzi wieder zur Verfügung. «Er hat am Ende der Vorrunde starke Leistungen auf dem Flügel gezeigt. Sein Einsatz eröffnet zusätzliche Möglichkeiten.» Challandes denkt daran, Christian Schneuwly statt auf der rechten Seite hinter seinem Bruder Marco zu nominieren. Schneuwly würde damit die Rolle von Dario Lezcano übernehmen, der letzte Woche nach Luzern wechselte. Der Abgang des Paraguayers zwang den Thuner Trainer zu einigen Überlegungen. Er gab gestern zu: «Ich war hin- und hergerissen und konnte schlecht einschätzen, wie offensiv ich das Team einstellen soll und wie stark wir das Pressing forcieren wollten.» Ein paar Mal standen die Thuner denn gestern auch zu hoch und wurden von den langen Zuspielen der Zürcher hinter die Abwehr überrascht. Letztlich zeigte die eher vorsichtige Ausrichtung – mit Dennis Hediger, Muhamed Demiri und Roland Bättig kamen drei eher defensiv orientierte Mittelfeldspieler zum Einsatz – den erhofften Erfolg: Die Thuner kamen zum ersten Auswärtssieg seit dem 21. August 2011. Damals besiegten sie in Bern die Young Boys mit 2:1. Als Tabellenvierte der Super League machten sich die Spieler des FC Thun gestern Abend auf den Heimweg. Hedigers Ziele mit Thun Mit dem knappen Sieg bei den Grasshoppers hatten sie Servette überholt. Mittelfeldspieler Hediger sagte vor der Abreise. «Wir schauen in der Tabelle nach oben und auf einen Platz in der Europa League.» Am gleichen Tag, an dem Lezcano seinen Abgang verkündet hatte, verlängerte der 25-Jährige, der auch gestern trotz klirrender Kälte im Kurzarmtrikot und ohne lange Hosen antrat, seinen Vertrag vorzeitig bis 2015. «Ich fühle mich sehr wohl hier, und deshalb habe ich nicht lange darüber nachgedacht, ob ich das neue Angebot annehmen soll oder nicht.» aww>

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