Dreierticket der Thuner SVP mit Schertenleib

Thun

Alles wie gehabt: Die SVP tritt mit den gleichen drei Personen zu den Thuner Gemeinderatswahlen an wie 2014. Nebst den Bisherigen Raphael Lanz und Roman Gimmel kandidiert Stadtratsfraktionschef Reto Schertenleib.

Raphael Lanz bleibt Thuner Stadtpräsident: Diese Prognose darf drei Monate vor den Wahlen gewagt werden. Der Stapi stellt sich offiziell für eine weitere Amtszeit zur Verfügung, sitzt fest im Sattel, und eine Gegenkandidatur ist weit und breit nicht in Sicht. Dass auch sein Partei- und Gemeinderatskollege Roman Gimmel wieder antritt, ist seit Monaten klar.

Am Dienstagabend entschied die Parteiversammlung der SVP nun, wer die Kandidatenliste für den Gemeinderat vervollständigt. Die stärkste Thuner Partei setzt auf ein Dreierticket – der dritte Mann ist Reto Schertenleib. Er ist seit 2011 im Thuner Stadtrat und amtet derzeit als Fraktionschef der SVP.

Listenverbindung mit FDP?

Damit setze die Partei bei den Wahlen vom 25. November auf Kontinuität, schreibt sie in einer am Mittwoch verschickten Medienmitteilung – es treten dieselben drei Personen an wie bei den letzten Wahlen vor vier Jahren. Lanz und Gimmel werden auf der Gemeinderatsliste kumuliert aufgeführt, Schertenleib sei ein erfahrener Kandidat mit Zukunftspotenzial.

«Das oberste Ziel ist, die beiden Sitze im Gemeinderat zu halten», sagt Parteipräsident Philipp Deriaz auf Anfrage. Und warum nominierte die SVP keine Frau für den schon heute männerlastigen Thuner Gemeinderat? «Wir schauen, wo das Potenzial der Kandidaten liegt», antwortet Deriaz.

Im Moment sei es für die SVP schwierig, Frauen für diesen Posten zu finden – «sonst würden wir sie noch so gern auf die Liste nehmen». Weiterhin unklar ist, ob die SVP für die Gemeinderatswahlen eine Listenverbindung eingehen wird. «Wir sind immer noch in Gesprächen mit der FDP», führt Philipp Deriaz aus.

Zwei Stadträte treten nicht an

Was die Parlamentswahlen betrifft, stellen sich gemäss Medienmitteilung elf von dreizehn bisherigen SVP-Stadträtinnen und -Stadträten für eine erneute Kandidatur zur Verfügung. Aus beruflichen beziehungsweise privaten Gründen nicht mehr zur Wiederwahl antreten werden Andreas Zwahlen und Patrick Graber.

Thuner Tagblatt

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