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Walliswiler wurden Schweizermeister

LenkGegen 600 Schlittenhunde und 143 Mushers nahmen am 34. internationalen Schlittenhunderennen an der Lenk teil. Zwei von insgesamt 20 Meistertiteln gingen in den Oberaargau: an Christoph Wyssenbach und seine Partnerin Nora Zardet. Er startete mit sechs Alaskan Malamut, sie mit vier Siberian Huskys.

Die 34.Internationalen Schlittenhunderennen vom Wochenende an der Lenk waren gleichzeitig die Schweizer Meisterschaften des Schweizer Musher-Verbands (SMV) und des Schweizer Schlittenhundesportklubs (SSK). Die Organisation mit dem Hundesportklub Obersimmental und Lenk-Simmental Tourismus schaffte ausgezeichnete Bedingungen. Im Musherlager wurde gelobt: «Der 20 Kilometer lange Trail vom Dorf bis zu den Simmenfällen ist hervorragend gespurt.» Über 3000 Schaulustige verfolgten an beiden Renntagen das Geschehen an den Wendepunkten. Der Start-Ziel-Bereich kam einer Sportarena gleich. Mit voller Kraft lospreschen Gegen 600 Hunde, Siberien-Huskys, Alaskan Malamute, Samojede, Grönländer wie auch die Bastarde als ultraschnelle Rennzüchtungen jaulten, heulten, bellten und winselten im Camp wie im Chor. Sprachliche Unterschiede der Schweizer, der französischen, deutschen und der holländischen Schlittenhunde waren nicht auszumachen. Je nach Gespanngrösse wurden die Tiere zu zweit, zu viert, zu acht oder bis zu zwölft vor den Schlitten gespannt. Danach wollten die Hunde nur noch mit voller Kraft lospreschen. Siegreiches Paar Im Trail waren nebst dem Hecheln der kraftvollen Hunde nur die Kommandos der Musher an die Leithunde zu hören – «Go, Go», aber auch «Haw» und «Gee» als Anweisungen für den Richtungswechsel. Zügel oder gar Peitschen gibt es im faszinierenden Schlittenhundesport nicht. Stiebende Fahrten mit Geschwindigkeiten von 20 bis 30 Stundenkilometer waren bei tiefen Minustemperaturen im Lenker «Alaska» zu beobachten. Patrick Kunz von der SSK-Rennleitung lobte: «Traumhafte Schlittenhundebedingungen vor dem herrlichen Wildstrubelpanorama. Die Musher sind nach ihren Rennen über die 8, 12 oder 20 Kilometer überwältigt.» In die Siegerlisten trug sich auch ein Paar aus Walliswil bei Wangen ein: Für Nora Zardet war es bereits der zweite Meistertitel, für ihren Partner Christoph Wyssenbach der erste. Sie startete in der Kategorie Siberian Huskys mit einem Vierergespann. Er gewann bei den Alaskan Malamut mit sechs Hunden. Am nächsten Wochenende beschliessen sie die Saison mit einem Rennen in Gadmen. Zum Training fahren sie oft in den Jura.Fritz Leuzinger/rgw Auszug aus der Rangliste: Skijöring open über 12 Kilometer: Junioren: Adrian Meissner, Wetzikon, war mit 44:28,1 der tagesschnellste Hundeführer auf Langlaufski. Damen: Pia Rutishauser, Kyburg-Buchegg in 45:25,1. Herren: Patrick Wirz, Mamishaus, 47:02,1. Bernhard Wenger, Oey, holte sich mit 49:06,7 Bronze. Skijöring mit einem Siberien-Husky (SH): Damen: Claudia Schöpfer, Igis, 55:38,5. Herren: Christian Müller, Wilen, 55:19,3. Herren mit Alaskan Malamute (AM/GR/S): Ueli Gerber, Naters, 59:32,8. Gespanne mit 6 Hunden offen über 12 Kilometer: Olivier Schnydrig, Agarn mit 40:15,9. SH-Gespanne: Dita Hejcman, Reinach, 45:28,3. In der Kategorie AM/GR/S: Christoph Wyssenbach, Walliswil bei Wangen, 1:12:13,7. Gespanne mit 8 Hunden offen über 20 Kilometer: Monika Frauchiger, Vizeweltmeisterin aus Belp, 1:00:41,2. Reinrassige Gespanne Arctic Breads: Michael Benz, Kienberg, 1:14:35,9. Der Oberländer Ueli Lüthi aus Hondrich holte sich Bronze mit 1:51:43,3. Unlimitierte Gespanne offen: Kurt Zwingli, La Ferriere, 1:1:49,7 – und bei den reinrassigen Arctic Breads: Christian Langer, Leuzinger in 1:13:49,1. Gespanne mit 4 Hunden offen über 8 Kilometer: Barbara Wirz, Weltmeisterin aus Mamishaus, 30:32,7. SH-Gespanne: Nora Zardet, Walliswil bei Wangen, 35:56,3. In der Kategorie AM/GR/S: Marcel Greminger, Sennhof, 58:31,0. Junioren mit 2 Hunden offen: Fabio Stettler, Walliswil, 1:4:35,1. Elite: Séverine Boillat, Moutier, 37:30,4. SH-Gespanne: Sandra Kaufmann, Kienberg, 44:01,5. In der Kategorie AM/GR/S: Gold für Marcel Muheim, Erlenbach, 57:12,2. Bronze gab es für Rolf Schrei aus Wilderswil mit 1:4:26,6.>

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