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Warum es in Muri mehr Kinder in die Sek schaffen

Kanton BernDie Chance, den Sprung in die Sekundarschule zu schaffen, ist für einen Schüler in Muri bedeutend grösser als für Schüler im Emmental oder Oberland.

In Muri schafften 80 Prozent der Schülerinnen und Schüler den Übertritt in die Sekundarschule, in Langnau waren es gerade mal 49 Prozent. Das zeigt eine Auswertung für die Zeit zwischen 2008 und 2010, die von der Erziehungsdirektion des Kantons Bern für diese Zeitung erstellt wurde. Betrachtet man die Übertrittsquoten in den Verwaltungskreisen, zeigt sich ein deutliches Bild: Je zentrumsnaher eine Region ist, umso mehr Schülerinnen und Schüler besuchen die Sekundarschule. Nur in Biel und im Berner Jura ist die Quote mit 61 respektive 69 Prozent noch höher als in der Region Bern-Mittelland, wo 60 Prozent den Sek-Übertritt schafften. Am tiefsten ist die Quote im Verwaltungskreis Obersimmental-Saanen, hier beträgt sie lediglich 45 Prozent. Gemäss den Berechnungen der Erziehungsdirektion sind vor allem zwei Faktoren entscheidend dafür, wie viele Kinder es in die Sekundarschule schaffen: der Schulweg und die Eltern. Muss ein Schüler für die Sekundarschule einen mehrere Kilometer langen Schulweg in Kauf nehmen, entscheidet er sich eher für die Realschule im Dorf. Gleichzeitig geht ein höheres Bildungsniveau der Eltern einher mit einer höheren Übertrittsquote. Doch die hohe Differenz zwischen Langnau und Muri lässt sich nicht allein mit dem unterschiedlichen Leistungsniveau erklären. Die Frage, warum es zu so grossen Unterschieden im Kanton Bern kommen kann, wurde auch im Grossen Rat aufgeworfen. Die Berner Regierung schrieb in ihrer Antwort auf die Interpellation: «Abschliessend lässt sich dies nicht erklären.» Auch der Freiburger Pädagogikprofessor Winfried Kronig stellte zu dieser Frage eine Untersuchung an. Er machte derart grosse Unterschiede zwischen den Kantonen aus, dass er sich keine pädagogische Massnahme vorstellen kann, die diese bewirken könnte.sgsSeite 11>

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