Zum Hauptinhalt springen

Wasser pumpen und Strom speichern

«Die Funktionsweise von einem Pumpspeicherkraftwerk ist kompliziert zu erklären», gesteht Gianni Biasiutti, Direktor der KWO. Er versteht deshalb auch, dass in den Diskussionen rund um diese Anlagen oft mit falschen Tatsachen argumentiert wird. «Dazu gehört die Aussage, ein Pumpspeicherkraftwerk vom Brienzersee zum Räterichsbodensee könne ein Kernkraftwerk ersetzen», sagt Gianni Biasiutti. Konkret klärt die KWO die Möglichkeit ab, die Seen mit einem unterirdischen Stollen zu verbinden. Der würde 26 Kilometer lang und über die Axalp führen. Ein Pumpspeicherwerk zeichnet sich durch die Funktion aus, die ihm den Namen gibt: Es bietet die Möglichkeit, Strom, der gerade nicht gebraucht wird, durch Pumpen von Wasser in ein höheres Reservoir stunden- bis tagelang einzuspeichern. Strom «aufbewahren» kann man sonst nur in Batterien, dort aber nur in kleinen Mengen. Überproduktion eines Kraftwerks für einen späteren Bedarf aufbewahren zu können, ist besonders bei erneuerbaren Energien wichtig, denn die Energie geht sonst verloren. Gianni Biasiutti nennt den wichtigsten Vorteil einer solchen Anlage: «Im Gegensatz zu den Regelkraftwerken mit Gas oder Oel, die immer auf einem gewissen Niveau laufen müssen, um bei plötzlichem Mehr- oder Minderbedarf reagieren zu können, kann das Pumpspeicherwerk vom Stillstand aus einspringen, weil man das Wasserventil sofort öffnen kann.» Der KWO-Direktor betont aber auch: «Ein Pumpspeicherkraftwerk produziert selber kein Strom. Es nimmt Strom kurzzeitig auf und gibt ihn beim nächsten Mehrbedarf wieder ab.» So würde das Wasser aus dem Brienzersee zum Räterichsbodensee gepumpt und dann wieder zurück gelassen. sum >

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch