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Weihnächtliche Sänger waren in der Früh unterwegs

thunMit traditionellen Weihnachtsliedern, auch aus

Es ist früher Morgen, kurz vor sieben Uhr. Noch herrscht Dunkelheit bei der Thuner Schönaukirche, nur die Strassenlampen lassen den frischen Schnee in einem sanften Licht schimmern. Die Strassen sind leer, als etwa ein Dutzend vermummter Gestalten über die Treppe in die Kirche huscht. Sie haben Besonderes vor, wollen sie doch die Quartierbewohner mit Liedern in den Weihnachtstag begleiten. Kaum haben die Sängerinnen und Sänger angestimmt, werden Vorhänge beiseitegezogen und Fenster geöffnet. Man wünscht einander gegenseitig frohe Weihnachten, und die Gruppe zieht weiter zum nächsten beleuchteten Platz. «Wir möchten den uralten Brauch der Weihnachtssänger wiederbeleben, den Koledari, wie er vor allem in Bulgarien sehr beliebt ist», erklärt Susanne Gassner. «Koleda» ist das bulgarische Wort für «Weihnachten». Der Brauch bleibt unsicher Die beiden Katechetinnen Monika Hegglin und Susanne Gassner erzählen, wie es im Schönauquartier zum Weihnachtssingen gekommen ist. «Vor drei Jahren haben wir im Rahmen des freiwilligen Angebots der Kirche für Kinder zu einem Adventsatelier mit Basteln, Backen und Singen eingeladen. Zum Schluss sind wir dann mit den Kleinen singend durch das Quartier gezogen, und sie haben ihre Lieder auch noch im Gottesdienst vorgetragen», erklären die beiden Unterweiserinnen. «Letztes Jahr wurde das Singen für Erwachsene und Kinder gemeinsam angeboten, aber es kamen keine Kinder», bedauern die beiden Frauen. Ob der neue Brauch, vielleicht in etwas geänderter Form, weitergeführt wird, ist deshalb derzeit noch offen. «Vielleicht müsste man die Weihnacht in den Sommer verlegen», meinte eine völlig durchgefrorene Sängerin scherzhaft. Ulrich Krummenacher>

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