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Welcher Guezli-Typ sind Sie?

Nur noch 6,7 Kilo Guezli essen die Schweizer pro Jahr. Höchste Zeit also, wieder einmal masslos zuzugreifen. Bärentatze, Bretzeli, Petit Beurre und Co. Das Willisauer Ringli für Asketen, das Butterherzli für Romantiker – welcher Guezlityp sind Sie?

Im Naschen von Schokolade sind Schweizer bekanntlich absolute Weltmeister. Auf fast zwölf Kilogramm bringen wir es jährlich pro Kopf. Kein Wunder, dass da für andere Süssigkeiten kaum noch was drinliegt, für Guezli oder im Fachjargon «Dauerbackwaren» zum Beispiel. Mit 6,7 Kilogramm liegen die Schweizer in der europäischen Rangliste nämlich fast am Schluss. Nur noch die Griechen (6,5) und Polen (0,8) essen weniger. Spitzenreiter sind die Iren mit 23,3 Kilo, gefolgt von den Belgiern (21,2) und den Österreichern (20,5). Ist die Schweiz also ein Entwicklungsland in Sachen Guezlikultur? «Nein», findet Franz U.Schmid, Geschäftsführer von Biscosuisse, dem Schweizerischen Verband der Backwaren- und Zuckerwaren-Industrie. Gebäck sei hier einfach nicht so verwurzelt wie etwa in den angelsächsischen Ländern. «Dabei haben wir eine reiche Vielfalt an Sorten.» Damit hat er nicht unrecht. Eine Rangliste der beliebtesten Guezli zu erstellen, ist nicht ganz einfach. Ganz oben dürfte jedoch das Guezli mit dem grössten gemeinsamen Nenner stehen, weil es auch in vielen Varianten erhältlich ist: das Petit Beurre. Gefolgt von Bretzeli, Chocoly, Nussstängeli und Bärentatzen. Woran aber liegt es, dass die Schweizer Bevölkerung die Guezli oft nur auf den Tisch stellt, wenn Besuch kommt? Daran, dass man zur falschen Sorte greift? Wir haben deshalb die beliebtesten Sorten unter die Lupe genommen und versucht, den geeigneten Esser zu finden. Welcher Guezlityp sind Sie? Nussstängeli Rustikal und bodenständig – ein Guezli (Hug, Migros), das auch gerne in den Kaffee getunkt wird. Für Leute, die das Einfache lieben und sich nicht von einer Vielfalt an Aromen irritieren lassen wollen. Schümli Luftig und leicht wie eine Wolke ist das Gebäck (Migros). Beim Genuss vergeht es leicht auf der Zunge und hinterlässt nicht viel – ausser einem klebrigen Mund. Etwas für Träumer, die gerne Süsses naschen, deren Guezlifantasien sich aber schnell in Luft auflösen. Bärentatze Deftig und grob ist das Guezli (Migros) aus Schoggi, Nüssen und Gewürzen. Von der Konsistenz her schon fast ein Kuchen. Etwas für bodenständige, eher männliche Geniesser, für die ein Guezli auch sättigen muss. Bretzeli Edel wie ein Goldvreneli, aber nicht protzig. Ein Guezli, das kein schlechtes Gewissen macht, da es leicht ist. Etwas für gesundheitsbewusste Frauen, die für den kleinen Gluscht zum Bretzeli (Kambly) greifen. Prussiens Die Schneckenform ist inspirierend, auch wenn der gezuckerte Blätterteig unangenehme Brosamen hinterlässt. Ein Guezli (Coop und Migros) für Kreative und Bohemiens. Petit Beurre Ein Klassiker, das Schweizer Urguezli (diverse Anbieter) sozusagen. Ein Einsteigermodell, das man selbst Kindern vorsetzt, weil es eher wie ein Snack aussieht. Nichts für Aufschneider, die mit einem edlen Gebäck beeindrucken wollen, dafür etwas für den ganz normalen Durchschnittsschweizer. Willisauer Ringli Rund und hart – zweifellos ein Guezli für Leute mit Biss und Durchhaltewillen. Denn der Genuss eines Willisauer Ringlis (Hug) braucht Zeit, zumindest bis die Honig- und Zitronengeschmacksnoten zum Vorschein kommen. Für Asketen und solche, die zeitlose Werte schätzen. Chocoly Das praktische Guezlisandwich (Wernli), das keine klebrigen Hände zurücklässt. Für Leute, die gerne auch mal masslos sind, weil ihnen ein Biskuit allein nicht genügt. Butterherzli Hauchzart und delikat sind die Butterherzli (Wernli). Klar etwas für Romantiker, Ästheten und Geniesser, die mit dem Guezli auch eine Botschaft vermitteln: Ich bin modern und verspielt. Kägifret Gradlinig, knusprig, leicht und eine Spur unemotional sind die mit Schokolade umhüllten Waffeln. Zum Kägifret (Kägi) greift der sportliche Typ, der beim Genuss auch gleich eine Zwischenmahlzeit will. Silvia SchaubMitarbeit: Evelyne Baumberger, Stefan Künzli >

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