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Wenger geht vor Gericht

Die Übernahme der Spar+ Leihkasse Steffisburg durch die Valiant Holding hat ein Nachspiel: SLS-

Er hat es bereits im Oktober angedroht, jetzt hat er Taten folgen lassen: Ekkehard Wenger, Wirtschaftsprofessor an der Universität Würzburg (D), hat den Friedensrichter in Luzern, am statuarischen Sitz der Valiant Holding, angerufen. Wenger, selber Kleinaktionär bei der Spar+Leihkasse Steffisburg (SLS), ist der Meinung, die Bank sei für den Verkauf an die Valiant Holding im letzten Herbst zu tief bewertet worden (wir haben berichtet). «Mit dem Gang vor den Friedensrichter streben wir eine aussergerichtliche Einigung an», so Wenger. Ein Vermittlungsversuch «Der Gang vor den Friedensrichter ist von der Zivilprozessordnung des Kantons Luzern zwingend vorgeschrieben», erklärt Ekkehard Wenger. Wird keine Einigung erzielt, stellt der Friedensrichter der klagenden Partei einen Weisungsschein aus. Sie kann innert zweier Monate die gerichtliche Klage einreichen. Genau diesen Schritt erwägt Wenger. «Dann müssen wir mit einem Verfahren rechnen, das mehrere Jahre dauert.» Will heissen: Wenger ist bereit, sein Anliegen bis vor Bundesgericht zu bringen. Der Deutsche ist überzeugt: Valiant kaufte die SLS zu einem viel zu tiefen Preis. Valiant: «Keine Kenntnis» Bei der Valiant Holding zeigt man sich wenig erstaunt über Wengers Gang vor den Friedensrichter: «Dies entspricht dem Vorgehen, welches er anlässlich der Generalversammlung der SLS mitgeteilt hat», sagt Sprecherin Valerie Bodenmüller. Gleichzeitig betont sie: «Wir haben noch keine Kenntnis von seiner Eingabe.» Auswirkungen auf die Zusammenführung der beiden Unternehmen habe dieser Schritt keine. «Die Fusion wurde Ende 2009 im Handelsregister eingetragen und ist rechtsgültig.»Marco Zysset>

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