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Wenn drei Musiker aus dem Schatten treten

Exotische Klänge gepaart mit gekonnten Schattenspielen: Das Trio Musique Simili überzeugte beim Auftritt in Oberhofen.

«Sol y Sombra», auf Deutsch «Sonne und Schatten» – einen treffenderen Namen für ihr aktuelles Programm hätten sich Line Loddo, Juliette Du Pasquier und Marc Hänsenberger von Musique Simili nicht auswählen können. Hinter zwei auf der Bühne aufgestellten Leinwänden zauberten die Musiker mit blossen Händen abwechslungsweise Vögel, Hähne oder «singende» Figuren herbei. Zusammen mit den teils heimelig, teils exotisch anmutenden Klängen vor den Leinwänden ergaben die Schattenspiele eine Melange voll Zauber und Poesie. Für das Multiinstrumentalisten-Trio war es bereits das fünfte Gastspiel auf der ausverkauften Dachbühne Klösterli in Oberhofen. Von Chanson bis Tango Tragendes Element des Auftritts war zweifellos Sängerin Loddo. Ihr gefühlvoller, bebender Gesang, den sie meist im südfranzösischen Dialekt Okzitanisch darbot, vereinnahmte das Publikum. Er passte sowohl zu den rauen Zigeunerklängen, den bittersüssen Chansons wie den feurigen Tangos, die das Ensemble vortrug. In einer Ode an ihre Heimat beschrieb Loddo diese passenderweise als «Käfig ohne Gitter». Der Erlacher Hänsenberger markierte derweil den behäbigen Berner, sofern er nicht gerade einen spanischen Stier nachahmen musste. Sein Spiel am Akkordeon wirkte mal urschweizerisch, mal mediterran, aber stets passend. Du Pasquier rundete den gelungenen Auftritt mit virtuosem und nicht selten temporeichem Spiel an Kontrabass und Geige ab. Musique Simili kehren schon bald in die Region zurück: am 12.März nach Spiez und am 23.April nach Thun.Gabriel Berger •www.simili.ch >

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