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Wie frankofon ist die Schweiz?

«Die Frankofonie ist eine Geisteshaltung, eine mit einer gemeinsamen Pflegemutter: Frankreich. Sie ist eine Gemeinschaft, die sich einer Sprache bedient, welche die Multikulturalität aufgesaugt hat mit all ihren bodenständigen Klangfarben. Die Frankofonie ist eine Weltanschauung, die Kleinigkeiten ihren Platz lässt, und eine Kultur, die stets kämpfen muss, weil sie in der Minderheit ist. Die Schweiz ist eine durch die Sehnsucht geschmiedete Geisteshaltung. Darin ist sie der Frankofonie seelenverwandt.» «Vor zehn Jahren verlegten meine Frau und ich unseren Alterswohnsitz von Bern nach Paris. Mich lockte die Grossstadt, die für den Schriftsteller ein ideales Beobachtungsobjekt darstellt, dieser Schmelztiegel von Glück, Eitelkeit und menschlichem Elend. Aber auch ihre Architektur, die Grosszügigkeit ihrer Strassen und Parkanlagen. Ich bin in Paris ein Berner geblieben, schreibe nicht französisch, habe keinen anderen Lebensstil angenommen. Aber ich bin von einer Sprache umgeben, die mich fasziniert und in der ich täglich neue Dinge entdecke.» «Die Deutschschweiz ist gerne frankofon, wenn es sich um die schönen Dinge des Lebens handelt: la bonne cuisine, le bon vin, les bonnes manières. Wenn es um ernste Sachen geht, wie Technik oder Vorschriften, dann wird es etwas schwieriger. So steht auf dem Display (ein deutsches Wort?) der Jura-Kaffeemaschine der Französischen Kirche Bern: ‹L’argent jeter›. Wunderbare Übersetzung von ‹Geld einwerfen›.» Umfrage: fs/asr >

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