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Wil nutzt Thuner Abwehrfehler

Dem FC Thun ist der Start in die Rückrunde misslungen. Bei schwierigen Terrainverhältnissen verloren die Oberländer das Heimspiel gegen Wil mit 1:3. Das Team von Murat Yakin wurde für die Mängel im Abwehrverhalten bestraft.

Thun-Trainer Murat Yakin redete noch kurz auf Schiedsrichter Damien Carrel ein, dann verschwand er verärgert in die Kabine. Soeben hatte seine Mannschaft das erste Spiel nach der Winterpause mit 1:3 gegen den FC Wil verloren. Beim FC Thun war klar, wo zumindest eine Ursache für den uninspirierten und erfolglosen Auftritt lag: «Machen Sie selber ein paar Schritte auf dem Spielfeld», forderte Sportchef Andres Gerber, «auf diesem Terrain kann nicht gepflegt Fussball gespielt werden.» Tatsächlich glich der Platz nach Spielende einem umgegrabenen Acker. Den Platzwarten sei kein Vorwurf zu machen, sagte Gerber, diese hätten ganze Arbeit geleistet. Trotzdem hatten die Thuner die Verschiebung des Spiels beantragt, die Unparteiischen entschieden aber, die Partie stattfinden zu lassen. Und so entwickelte sich ein über weite Strecken unansehnliches Fussballspiel, in dem der Ballbesitz ständig wechselte und die Fehlzuspiele zahlreich waren. «Da legen wir während der ganzen Vorbereitung grössten Wert auf unser Offensivspiel, und wenn die Rückrunde losgeht, bringt uns das ganze Training nichts, weil wir unter solchen Bedingungen antreten müssen», sagte Yakin. Auch er ist für die Modifikation des Terminplans im Schweizer Fussball. Statt im tiefsten Winter in die zweite Saisonhälfte zu starten, sollten im Herbst mehr Spiele ausgetragen werden, sagte er. Fehler in der Defensive Nachdem er seinem Ärger Luft gemacht hatte, gestand Yakin aber auch ein, dass sein Team nicht auf Grund der Platzverhältnisse verloren hatte («Die waren ja für beide Teams gleich»). So zeigte sich der Trainer unzufrieden mit dem Defensivverhalten seiner Mannschaft. Bereits nach wenigen Sekunden kam Wil zur ersten Möglichkeit. Der zweifache Torschütze Dzengis Cavusevic wurde jeweils kaum beim Abschluss gestört und unmittelbar nach dem Ausgleichstreffer zum 1:1 gestanden die Thuner Tim Grossklaus das erneute Führungstor zu. Im Vergleich zur Vorrunde hatte Yakin die Verteidigung auf mehreren Positionen umgestellt. Die Viererkette mit Benjamin Lüthi, Nicolas Schindelholz, Timm Klose und Loan Boumelaha hatte in den letzten Testspielen einen sicheren Eindruck hinterlassen. «Ich muss mir die wichtigsten Szenen noch einmal auf Video anschauen. Ich will wissen, was schiefgelaufen ist», sagte Yakin. Auch einige Offensivaktionen wird er wohl noch mal unter die Lupe nehmen. So hinterliess etwa der neue Stürmer Luis Adalton Juvenal, Rufname Dudu, einen zwiespältigen Eindruck. Der Brasilianer ging zwar mit Engagement zu Werke und zeigte Präsenz, vor dem Tor liess er aber die nötige Treffsicherheit vermissen. Seine Schussversuche missrieten völlig. Bouziane trifft beim Debüt Da konnte Sid-Ahmed Bouziane schon eher zufrieden sein mit seiner Leistung. Der neue Mittelfeldspieler hatte viele Ballkontakte und liess seine feine Technik ein paar Mal aufblitzen. In seinem ersten Spiel für Thun gelang ihm zudem gleich das erste Tor für seinen neuen Klub. Der Linksfuss traf in der 39.Minute per Freistoss zum zwischenzeitlichen 1:1. Trotz des persönlichen Highlights war aber auch Bouziane enttäuscht vom Ausgang des Spiels. Die Oberländer sind mit dem 1:3 auf Rang drei zurückgefallen. Gelegenheit, den zweiten Platz zurückzuerobern, erhalten sie am Mittwoch, wenn in Wohlen das Nachtragsspiel stattfindet. Alexander WäflerTelegramm/Tabelle Seite 16>

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