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Willi Grüness liebte den Süden

kunstDer Thuner Maler Willi Grüness reiste viel in den Süden, er liebte das Licht und die Farben dort. Davon zeugt auch die Gedenkausstellung in der Galerie Rosengarten.

Willi Grüness hinterliess viele Bilder, als er 2010 starb. Malen war seine Leidenschaft. Er malte meist direkt vor Ort, er beobachtete und fing dann die Szenen ein. So malte er auf Märkten, auf belebten Plätzen oder auch in der beeindruckenden Natur der Provence, von Venedig oder von Tunesien. Vor Ort entstanden meist Aquarelle. Er arbeitete spontan und temperamentvoll. Es kam vor, dass er die Bilder später im Atelier überarbeitete, denn Grüness bevorzugte den sicheren Strich und die Farbe. Er galt als sehr experimentierfreudig, probierte die Kombination von verschiedenen Materialien aus. So entstanden Bilder in der ihm eigenen Mischtechnik. Er verliess die figürliche Malerei nie vollständig, er liess zwar auch mal etwas weg, vieles war oft unscharf, weil nicht so wichtig. Er wollte mit seiner Art der Darstellung das natürliche Abbild verklären. An der gut besuchten Vernissage trafen sich viele Leute, die bei Grüness Malkurse besucht hatten. Sie waren mit ihm nach Venedig oder Tunesien gereist und tauschten nun Erinnerungen aus. Er sei ein guter Lehrer gewesen, sagten sie, er habe die Schüler malen lassen. Viele der Kurse waren so aufgebaut, dass jeder malte, was ihm als Sujet geeignet schien. Am Abend wurde verbessert, kritisiert und gelobt. Eine Spezialität von Grüness war die Kalligrafie, die er meisterhaft beherrschte. Überblick über das Werk Für die Gedenkausstellung in der Thuner Galerie Rosengarten wurden die Bilder von Grüness’ Sohn Roland ausgewählt. Sie gibt einen guten Überblick über das Werk von Willi Grüness. So werden Bilder gezeigt, die vor 1972 entstanden sind. Viele zeigen, wo überall Grüness malte, in Tunesien, in Venedig, auf Samos, in Bali, in der Provence, in Ägypten und am Roten Meer. Doch oft malte er auch im Gwatt, im Suldtal oder am Walensee. Er malte Papageien, Hühner oder Enten. Die Ausstellung zeigt, wie vielseitig Grüness war. Geboren wurde Grüness 1923 in Arbon. Er machte eine Lehre als Grafiker. 1948 kam er nach Steffisburg und arbeitete als Dekorateur und Schriftenmaler für den Konsumverein Thun-Steffisburg. Später war er Chefdekorateur im Warenhaus Kyburg. Seine erste Ausstellung fand 1969 in Thun statt. Es folgten weitere in der ganzen Schweiz. Margrit KunzDie Ausstellung in der Galerie Rosengarten, Bälliz 64, Thun, dauert bis 25.Februar (Dienstag bis Freitag, 14–17 Uhr, Samstag 10–16 Uhr. >

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