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Winterliches Ballvergnügen im Sommerhaus

BurgdorfMan verspeiste Huhn und tanzte: Erstmals

Trotz eisigen Temperaturen scheuten rund dreissig Paare in gediegener Abendgarderobe den Weg an den Stadtrand von Burgdorf nicht. Man traf sich im Landgasthof Sommerhaus zum traditionellen Hühnersuppenball. Während Jahrzehnten hatte der gesellschaftliche Anlass im Hotel Stadthaus stattgefunden. Doch vor zwei Jahren war aus verschiedenen Gründen erst einmal Schluss (wir berichteten). Dank der Initiative der Burgdorfer Burgerrätin Edith Müller und des pensionierten Gymnasiallehrers Heinz Schibler wurde der Ball jetzt wieder auferweckt. Wie es die Tradition will, wurde auch beim Wirtepaar Sylvia und Albert Leuenberger in mehreren Gängen allerlei vom Huhn aufgetischt, angefangen bei der Hühnersuppe aus dem typischen Kupferkessi. Zwischen den einzelnen Gängen wurde zur Musik vom Duo Häsler getanzt – und wegen der sibirischen Kälte draussen gefror in der Küche das Wasser. Für Daisy und Ernst Schick-Manz aus Burgdorf war allerdings in erster Linie wichtig, dass der gesellschaftliche Anlass überhaupt weitergeführt wird. Auch wenn sie all die vergangenen Jahre gerne im Stadthaus gefeiert hätten. Wie an der Solätte treffe man am Ball immer wieder dieselben Leute, um Erinnerungen auszutauschen. Fritz-Peter und Susan Fahrni aus Bern dagegen, beide in malerischer Tracht, besuchten den Anlass zum ersten Mal. Als ehemaliger Burgdorfer Gymeler freute er sich darauf, alte Bekannte zu treffen. Ebenfalls ihre Hühnersuppenball-Premiere feierten Marianne und Fredi Gertsch-Schoch aus Burgdorf. Beide begrüssten ganz besonders den neuen Austragungsort. Wegen Schwellenängsten hätten sie den Anlass im Stadthaus bislang nie besucht. Als Vegetarierin, die kein Fleisch von Säugetieren isst, freut sich die in ein wunderschönes indisches Gewand gekleidete Marianne Gertsch über die Hühnervariationen. Als Heimwehburgdorfer besucht der Berner Alt-Botschafter Kurt Wyss zusammen mit seiner Pariser Gattin Françoise Wyss-Labasque regelmässig den Ball. Auch ihm ist wichtig, dass dieser über Jahre etablierte Anlass überhaupt weitergeführt wird. «Besonders geprägt wurde der Hühnersuppenball in den Sechzigerjahren vom damaligen Stadthausbetreiber Franz Scheurer», erinnert er sich. Als passionierte Tänzer sind auch Kathrin und Andreas Gertsch aus Oberburg regelmässig am Ball anzutreffen. Sie wissen diese Tanzgelegenheit, unabhängig von der Geschichte dahinter, zu würdigen. Hier begegne man seit Jahren immer etwa derselben, manchmal auch etwas elitären Gesellschaft jenseits der zwanzig. Ebenfalls die Tanzlust führte das Ehepaar Monika und Stefan Jutzi aus Oberburg an den Hühnersuppenball. Dass es in Burgdorf überhaupt eine Möglichkeit gebe, in gediegener Abendkleidung einen Tanzanlass mit Galadiner zu besuchen, wissen die beiden besonders zu schätzen.Lilo Lévy-Moser>

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