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«Wir wollen a llen etwas bieten»

Die vielen Angebote von Pro Senectute werden rege genutzt. Die Senioren melden sich aber häufig sehr kurzfristig an.

Werner Schläfli, kennen Sie Senioren, die sich langweilen ? Nicht direkt, aber manche leben isoliert oder vereinsamt. Sobald sie uns kennenlernen, langweilen sie sich aber bestimmt nicht mehr. Wie meinen Sie das? Wir wollen alle Senioren erreichen, allen etwas bieten und sie für unsere Dienstleistungen, Sport- und Bildungsangebote begeistern. Wie erreichen Sie das Zielpublikum? Alle sechs Monate versenden wir dafür rund 10000 Kursprogramme. Das Angebot findet sich auch auf unserer Homepage www. pro-senectute.region-beo.ch. Wir sind auch sonst in der Öffentlichkeit präsent. Was sind die grössten Schwierigkeiten? Es gibt sehr viele Angebote und unzählige Informationen. Die Senioren melden sich häufig sehr kurzfristig an. Das erschwert die Vorbereitung von Kursen. Wie bringen Sie Infos an die Senioren? Wir informieren primär über die erwähnten Kanäle, sind aber auch sehr froh über die Hinweise in der Lokalzeitung. Das ergibt dann häufig noch die Anzahl Anmeldungen, welche manchen Kurs erst möglich machen. Auch die Mund-zu-Mund-Propaganda ist sehr wirksam. Ging auch schon mal eine Aktion daneben ? Selten. Wir probieren auch Neues. Wir boten zum Beispiel einen Kurs «Orientalischer Bauchtanz» an. Weil die nötige Teilnehmerzahl nicht erreicht wurde, konnte er zum Beispiel in Bern nicht stattfinden – aber die Thuner-innen sind vom Angebot begeistert. Was ist Senioren heute wichtig ? Viele, auch jüngere, Senioren merken, dass sportliche Herausforderung in Gemeinschaft viel mehr Spass macht, stimuliert und verbindet. In welchem Verhältnis werden die einzelnen Sparten genutzt? Im Jahr 2009 wurden im Berner Oberland über 1500 Lektionen in Bildung und fast 4000 Lektionen für Sport in Anspruch genommen. Zudem gab es viele weitere Anlässe, Besichtigungen und Vorträge. Ebenso wichtig und gefragt sind auch die telefonischen und persönlichen Informationen und Beratungen zu allen Themen des Älterwerdens. Wie viel Personal brauchen Sie um diese Angebote zu organisieren? Pro Senectute Berner Oberland beschäftigt 15 Mitarbeiter (11 Vollstellen). Dazu kommen rund 150 Kurs- und Sportleiter und über 100 freiwillige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – ohne sie wäre das ganze Angebot nicht zu schaffen. Haben Sie einen besonderen Rat für Senioren ? Rufen sie bei Fragen «hemmungslos» an, wir beraten gerne. Wenn es Stellen gibt, die in einzelnen Fragen kompetenter sind als wir, leiten wir den Anruf weiter. Dazu ist auch das Netzwerk Altersarbeit Thun, bei dem Pro Senectute Berner Oberland , Spitex Region Thun, WIA -Wohnen im Alter AG, Beocare vom Roten Kreuz und die AHV-Zweigstelle zusammenarbeiten, gegründet worden. Das entspricht dem Wunsch des Seniorenrates nach einer Einheitsnummer für alle Alters-fragen ... ... genau. Wir und das Netzwerk können bei allem was planbar ist weiterhelfen. Welche Hobbys stellen Sie sich für Ihr Rentenalter vor? An erster Stelle stehen mehr Bewegung, zum Beispiel Wandern, gestalterisch tätig sein und Holzschnitte realisieren. Bis dahin versuche ich neben der Arbeit wieder etwas mehr zu lesen und Schach zu spielen, Karin Mulder Werner Schläfli ist Regionalleiter von Pro Senectute Berner Oberland >

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