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«Wir wollen uns an den Künsten berauschen»

Auf dem Schlossareal in Köniz dreht sich nächste Woche alles um Dionysos, den griechischen Gott des Rausches: Der junge Förderverein Das Automat organisiert ein Kulturfestival, das alle Sinne ansprechen soll. Wie, verrät Mitorganisatorin Miko Hucko.

Die Städtischen Dionysien, so nennt sich das viertägige Kulturfestival, das nächste Woche in Köniz stattfindet. Was steckt hinter diesem Namen? Miko Hucko: Dionysos war der griechische Gott der Künste, der Wiedergeburt und des Rausches. Ihm zu Ehren wurden Feste veranstaltet, und wir rufen diese Tradition im Schloss Köniz wieder ins Leben. Gott des Rausches? Das klingt mehr nach einem Trinkgelage als nach einem Kulturfestival Ein Rausch muss ja nicht immer gleich etwas Negatives sein. Wir wollen uns an den Künsten berauschen. Was für Künste werden denn am Festival vertreten sein? Praktisch alle Sparten. Wir führen Theaterstücke auf, es gibt Lesungen und Konzerte, Filme werden gezeigt, und es findet eine Ausstellung statt. Kulturfestivals gibt es viele. Wie heben sich die Städtischen Dionysien von anderen ab? Wir zeigen Werke von wirklich jungen Kulturschaffenden. Zwar sagen das viele Veranstalter von sich, dann treten aber doch immer die gleichen Kulturschaffenden über 30 auf. Unser jüngster Teilnehmer ist erst 18 Jahre alt und stellt eine selbst komponierte Oper vor. In diesem Alter haben die meisten noch keinen Abschluss, was ihnen den Zugang zu Kulturveranstaltungen zusätzlich erschwert. Das klingt nach Kulturpolitik Darüber wollen wir auch diskutieren. Darum haben wir für den ersten Festivaltag mit dem Jugendparlament Köniz ein kulturpolitisches Podium geplant. Ein Festival, politische Debatten – ist das nicht zu ambitioniert? Wenn man keine grossen Pläne hat, kann man auch nichts Grosses erreichen! Wir wollten es von Anfang an richtig angehen und haben mit nur 500 Franken Förderbeiträgen ein vielseitiges Programm auf die Beine gestellt. Kulturförderung ist ja nicht nur das Ziel des Festivals, sondern auch vom Verein Das Automat, der hinter der Planung steckt. Genau. Mit dem Verein wollen wir junge Kulturschaffende bei Projekten unterstützen, indem wir Organisationsarbeiten übernehmen oder Personen vermitteln. Hat beispielsweise jemand ein Theaterstück geschrieben, kennt aber keine Schauspieler, um es auf die Bühne zu bringen, helfen wir weiter. Wenn ein Projekt realisiert wurde, kann es während der Städtischen Dionysien einem Publikum zugänglich gemacht werden. Dann handelt es sich nicht um ein einmaliges Festival? Nein, die Städtischen Dionysien sollen zukünftig jedes Jahr stattfinden – mit Werken unserer Vereinsmitglieder, aber auch mit spannenden Projekten von ausserhalb. Interview: Stefanie ChristDie Städtischen Dionysien: Kulturfestival vom 5.8. bis 8.8., Kulturhof, Schloss Köniz. Festivalprogramm: www.das-automat.ch/dionysos. >

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