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Wo sich alles um den Käse dreht

Bei garstigem Wetter nahm am Samstag der 6.Schweizer Käsemarkt in Huttwil seinen Anfang. Die Käsefreunde trugen es mit Fassung. Gestern dann war das Wetter freundlicher, und es kamen mehr Besucher ins Städtli.

Mit richtigem «Raclette-Wetter» erwartete Huttwil am Samstag die Besucher des 6.Käsemarktes. Den Besuchern blieb nichts anderes übrig, als mit einer Käseschnitte und einem Weissweinglas in den klammen Händen auf dem Brunnenplatz unter Schirmen auszuharren. Das drückte auf die Stimmung, mochten die Akteure auf der Bühne noch so von der Sonne singen und örgelen. Weniger Besucher Auch vor den Marktständen hielt sich der Besucheraufmarsch in Grenzen. Für den Geschäftsführer von Pro Regio Huttwil, Walter Rohrbach, war klar: «Die Marke der 10000 bis 15000 Besucher der letzten Jahre werden wir wohl diesmal nicht erreichen.» Wer sich weder von Nässe noch Kälte von einem Marktbesuch abhalten liess, konnte Interessantes entdecken. Und der gestrige Tag brachte sogar wettermässig eine Besserung. «Am Sonntag kamen dann doch sehr viele Leute», zeigte sich Rohrbach zufrieden. Die Welt des Käses Die Aussteller reisten aus allen Himmelsrichtungen mit ihren lukullischen Köstlichkeiten an. Aus dem Tessin etwa Gustavo Bassi mit seinen beiden Käsen namens Orello und Pontino, welche zur Familie der Tessiner Alpkäse gehören. Beatrix Diriwächter aus der gleichnamigen Käserei in Krümmenswil (Toggenburg) hatte Försterkäse mit Fichtenrinde und Wildmannlikäse mit Naturschimmel in der Auslage. Beides Rohmilchweichkäse, von denen letzterer der Sage nach an die Wildmannli erinnert, kleine und scheue Helfer, welche namentlich Sennen zur Hand gehen sollen. Als eine Vertreterin der Romandie war Catherine Agassis von der Conod SA in Baulmes mit Tommes vaudoises und dem Vacherin Mont-d’Or in den unverwechselbaren Tannenholzschachteln, produziert nach den strengen AOC-Richtlinien, an einem Stand vertreten. Neben Käse wurden zusätzlich viele andere Produkte und Dienstleistungen angeboten, Glasbläserarbeiten und Brandmalereien, Töpferwaren, Trachtenmode und Folkloreinstrumente. Aus Signau warb Fritz Tschanz für seine Dienstleistung als Schönschreiber. Als Autodidakt erwarb er sich während Jahren seine kalligrafischen Kenntnisse und schreibt, zeichnet und malt heute Karten, Taufscheine und Andenken an Feste und Feiern. Am Sonntag bildete der Käsetalk einen Höhepunkt. Dominik Flammer stellte seine «Käsebibel» vor und sprach mit Fachleuten über den Käse und dessen Welt. Hanspeter Flückiger >

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