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Wütender Joachim hinterlässt Spuren

WetterHalb Europa hat gestern vor dem Wintersturm Joachim gezittert. Seine Orkanböen verursachten grosse Schäden. In der Schweiz

Joachim hat gestern in der Schweiz stark und schnell geweht. Die stärksten Böen wurden auf den Gipfeln gemessen. Auf dem Säntis waren es 176 km/h, auf dem Chasseral im Jura 174 km/h, auf dem Pilatus 159 km/h, wie die Wetterdienste Meteo Schweiz und Meteo News mitteilten. Zahlreiche Bergbahnen stellten deswegen ihren Betrieb ein. Neben Wind brachte Joachim aber auch grosse Mengen Neuschnee und lies die Lawinengefahr in die Höhe schnellen. Für das Wallis und Teile des Berner Oberlandes gab das WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung die Stufe 4 (grosse Lawinengefahr) aus. Jura stark betroffenVon den Winden geplagt war gestern Morgen vor allem der Jurabogen. Bei einer Zugsentgleisung zwischen Tavannes und Tramelan im Berner Jura wurden vier Personen leicht verletzt. Eine Tanne war am frühen Morgen auf das Trassee gestürzt und liess einen Teil des Zuges entgleisen. In der Ajoie (JU) wurden zwei Personen verletzt, als ein Baum auf ihr Auto stürzte. Beide mussten von der Feuerwehr aus dem Wrack geborgen werden. Schlimm erwischte der Sturm die Bewohner eines Wohnhauses nahe Delsberg, die wegen Einsturzgefahr evakuiert werden mussten. Ein Teil des Daches wurde weggerissen. Pech hatte ein 36-jähriger Lastwagenfahrer im Baselbiet, dessen Gefährt samt Anhänger auf der Strasse von Diegten nach Hölstein von einer Windböe erfasst wurde und umkippte. Dabei wurde der Fahrer verletzt. Im Bootshafen von Augst BL stürzte beim Festmachen einer Abdeckplane ein 65-Jähriger ins Hafenbecken. Er wurde leicht verletzt und unterkühlt geborgen. In Verbier VS mussten rund ein Dutzend Personen aus Chalets evakuiert werden, die sich in einer lawinengefährdeten Zone befinden. Im Kanton Schaffhausen wurden mehrere Keller, Velowege und Strassen überflutet. Am Bodensee war die Bahnstrecke zwischen Arbon TG und Romanshorn TG vorübergehend unterbrochen. Annullierte Flüge Auch der Flughafen Zürich bekam den Sturm zu spüren: Bis am Abend mussten 119 Flüge annulliert werden. Die anderen Flüge erhielten zwischen 30 und 60 Minuten Verspätung. Auf dem Flughafen Basel-Mülhausen wurden wegen des Sturms gut ein Dutzend An- oder Abflüge annulliert. In Spanien kam ein 70-jähriger Mann ums Leben, als das Dach seines Hauses einstürzte. In der Hafenstadt San Sebastián im Baskenland warf eine Welle an der Atlantikküste zwei Spaziergänger zu Boden. Dabei wurden sie verletzt. Weitere sieben Verletzte gab es in Spanien wegen einstürzender Baugerüste und herabstürzender Gegenstände. gestrandeter Tanker In Frankreich waren wegen des Sturmtiefs insgesamt rund 600000 Haushalte zeitweise von der Stromversorgung abgeschnitten. Vor der französischen Westküste lief in stürmischer See ein Frachter auf Grund. Nachdem Öl ausgetreten war, lösten die Behörden Umweltalarm aus. Auf einer Fläche von fünf Quadratkilometern bildete sich bereits ein Ölteppich, der sich auf das Festland zubewegte. Der unter maltesischer Flagge fahrende Frachter «TK Bremen» war mit 180 Tonnen Heizöl und 40 Tonnen Diesel beladen. Die 19-köpfige Besatzung des Schiffes ist mit Hubschraubern in Sicherheit gebracht worden.sda>

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