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Wütet ein Feuerteufel?

thunIn der Überbauung

In der Nacht auf gestern Freitag brannte es in einem Keller im Thuner Jolag-Gut an der Hohmadstrasse. «Plötzlich hörte ich die Feuerwehrleute im Treppenhaus», sagt eine Anwohnerin, die nicht namentlich genannt werden will. «Ich habe durchs Fenster geblickt, dann war alles klar.» Seit dem letzten Brand sei sie vorbereitet. Sie habe ihren Notfallrucksack, der immer gepackt ist, sowie ihre Katzen ergriffen und sei ins Freie geeilt. Eine Person hospitalisiert Kurz vor 3 Uhr erhielt die Regionale Einsatzzentrale der Kantonspolizei in Thun einen Anruf, im Keller der Überbauung sei ein Brand ausgebrochen. Dies teilten der Regierungsstatthalter des Verwaltungskreises Thun und die regionale Staatsanwaltschaft Oberland gestern mit. Die avisierte Feuerwehr von Thun hatte den Brand rasch gelöscht. Personen mussten nicht evakuiert werden. Ein Bewohner wurde mit Verdacht auf Rauchvergiftung mit einer Ambulanz ins Spital gefahren. «Der Sachschaden ist noch nicht bekannt», steht weiter in der Mitteilung. Die Häufung der Brandereignisse auf dem Jolag-Gut lässt einigen Raum für Spekulationen. An Zufall glaubt bei den Anwohnern jedenfalls niemand mehr. Am 25. April brannte es bereits in einem Keller, am 17. Juli in der Tiefgarage. Im letzten Fall mussten rund 140 Personen evakuiert werden (wir berichteten). Die ersten beiden Vorfälle ereigneten sich in Vollmondnächten. «In den Monaten darauf waren wir bei Vollmond besonders wachsam», sagt die Anwohnerin. Zufall oder nicht? «Wir klären ab, ob ein Zusammenhang mit den zwei Brandfällen in der gleichen Überbauung besteht», sagte Polizeisprecher Heinz Pfeuti. «Ein technisches Problem können wir ausschliessen.» Im Vordergrund stehe menschliches Fehlverhalten. Ob dabei fahrlässig oder vorsätzlich gehandelt wurde, konnte Pfeuti nicht sagen. Roger Probst>

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