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YB legt spät los und holt noch einen Punkt

FussballYB hat in Zürich

Mit gemischten Gefühlen haben die Young Boys gestern Abend nach dem Gastspiel beim FC Zürich den Rückweg angetreten. Das nackte Resultat, ein 2:2, hat die Berner zufriedengestellt. Schliesslich hatten sie eine Viertelstunde vor Schluss mit zwei Toren in Rückstand gelegen, ehe Emmanuel Mayuka (78.Minute) und Henri Bienvenu (87.) mit ihren Toren doch noch für einen Punktgewinn sorgten. Kopfzerbrechen bereiten wird ihnen jedoch, welche Leistung sie in den vorangegangenen Spielminuten abgerufen hatten. «Wir haben den Gegner mit unseren Fehlern aufgebaut», sagte YB-Trainer Vladimir Petkovic. Der Fehlstart hatte sich früh abgezeichnet: Höflich überliess Christian Schneuwly in der fünften Minute den Ball FCZ-Stürmer Amine Chermiti. Weil Schiedsrichter Hänni danach Schneuwlys Intervention gegen den Tunesier im Strafraum straffrei durchgehen liess, kamen der junge YB-Spieler und seine Mitspieler in dieser Situation mit dem Schrecken, aber immerhin ohne Gegentor davon. «Wenn wir Pech haben, entscheidet der Schiedsrichter in dieser Situation auf Penalty für Zürich», sagte YB-Goalie Marco Wölfli, der die Szene aus nächster Nähe miterlebt hatte. Standardsituationen = Problem Die Entstehung des Treffers hätte allerdings nicht zu YB im aktuellen Stadium gepasst. Um gegen YB zu treffen, helfen dem Gegner im Moment Standardsituationen. Fliegt der Ball in den eigenen Strafraum, herrscht bei den Bernern derzeit viel zu oft eine grosse Unordnung. Im Letzigrund war das gestern noch vor der Pause zweimal der Fall. Nach 38 Minuten lenkte Alexandre Alphonse den Ball nach einem Freistoss ins Tor von YB-Keeper Marco Wölfli. Die Nachspielzeit der ersten Halbzeit lief bereits, da lancierte Djuric seinen Teamkollegen Marco Schönbächler. Nachdem dieser den Ball überlegt an Wölfli vorbeigeschoben hatte, lag YB 0:2 zurück. Auch wenn Trainer Petkovic hinterher sagen sollte, sein Team habe nach Wiederanpfiff etwas entschlossener gespielt: Ein Punktgewinn schien für YB lange ausser Reichweite. Zu gering war die Durchschlagskraft, zu gross die Fehlerquote. Bis zur 78. Minute kam YB zu keiner reellen Torchance. Dann aber schlugen die Minuten von Emmanuel Mayuka. Der junge Mann aus Sambia war zur Pause gemeinsam mit Thierry Doubai (anstelle von Xavier Hochstrasser) für Christian Schneuwly eingewechselt worden und hatte sich vorgenommen, «einfach hart zu arbeiten». Zürichs frühe Wechsel Das tat er dann auch. Vor dem Anschlusstreffer erlief er sich die Kopfballverlängerung von Henri Bienvenu. Den Ausgleich durch seinen Sturmpartner bereitete er mit einer präzisen Hereingabe vor. Die Zürcher Spieler rieben sich nach dem Schlusspfiff die Augen. «Dumm und dümmer», nannte FCZ-Trainer Urs Fischer das, was er in der Schlussviertelstunde von seinem Team zu sehen bekommen hatte. Er selber hatte auf das Geschehen keinen direkten Einfluss nehmen können: Nach 55 Minuten war das Zürcher Wechselkontingent ausgeschöpft gewesen, die verletzten Alphonse, Xavier Margairaz und Chermiti mussten ersetzt werden. Die Ausfälle führte Fischer jedoch nicht als Erklärung für den Einbruch seines Teams an. «Wir haben uns einfach nur ungeschickt angestellt», sagte er. YB hingegen ist dank grossem Einsatz bis zum Schluss mit einem blauen Auge davongekommen und nimmt nun die Vorbereitung auf das Cupspiel in Kriens auf.Alexander WäflerYB-Noten auf SEITE 20 >

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