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Zivilschützer besuchen Häuser

Ab Montag besichtigen Thuner Zivilschützer Mehrfamilienhäuser, um zu sehen, wie die Leute wohnen. Grund: die Volkszählung.

«Wenn ab kommender Woche insgesamt etwa acht Zivilschützer jeweils zu zweit in den Korridoren einzelner Wohnblöcke im Thuner Stadtgebiet auftauchen und sich Notizen machen, ist dies kein Grund zur Beunruhigung.» Das schreibt die Stadt Thun in einer Mitteilung, die sie gestern verbreitete. «Die Zivilschützer sammeln nicht persönliche Daten, sondern einfach Informationen darüber, welche Personen oder Familien in welcher Wohnung zu Hause sind», heisst es weiter. Und: «Sie werden auch keine Wohnungen betreten.» Die Zivilschützer haben Dokumente mit dem offiziellen Auftrag der Einwohnerdienste der Stadt Thun bei sich und können sich ausweisen. Grund: neue Volkszählung Hintergrund dieser Tätigkeit: Seit 2009 müssen die Gemeinden im Auftrag des Bundesamtes für Statistik jährlich eine Volkszählung durchführen. Dafür müssen Aussagen über die Bevölkerungs- und Haushaltungsstruktur gesammelt werden. Bei allen Einwohnerinnen und Einwohnern müssen die Lage der Wohnung beziehungsweise das Stockwerk und die Anzahl Zimmer erhoben werden. Dafür gibt es laut der städtischen Mitteilung Instrumente wie die jährliche Auswertung der Personenregister von Gemeinden, Kantonen und Bund oder eine schweizweite Stichprobenerhebung bei 200000 Personen pro Jahr. Ferner werden Wohnungs- und Bewohnerlisten bei Hauseigentümern und Immobilienverwaltungen eingeholt oder Informationen bei allen Besucherinnen und Besuchern der Schalter der Einwohnerdienste abgefragt. Oder eben: Fehlende Informationen werden bei komplexen Wohngebäuden vor Ort erhoben. Die Stadt betont in ihrer Mitteilung: «Ende dieses Jahres wird die Erhebung abgeschlossen sein, und Anfang 2011 beginnen bereits wieder die Arbeiten für die nächste Volkszählung.» Bund fragt auch selber Zusätzlich zu den erwähnten Informationen, wer wo wohnt, erhebt der Bund selbstständig und ohne Mithilfe der Gemeinden auch anonymisierte Angaben zu den Haushaltungen der Bevölkerung gegenüber bestimmten Themen. Auch diese Statistiken gehen aus Stichprobenerhebungen hervor. Dabei werden je nach Thema 10000 bis 40000 Personen befragt. pd/maz>

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