Zum Hauptinhalt springen

Zuerst Laissez-faire, dann Franic

Wacker ist seiner Favoritenrolle gerecht geworden. Die Thuner besiegten Stäfa trotz schwachen Beginns deutlich mit 43:36.

Auf der Homepage von Wacker Thun war vor dem Spiel gegen die Lakers Stäfa zu lesen, dass sich das Heimteam nur «selber schlagen kann». Diese klare Ausgangslage schien sich auch in den Köpfen der Wacker-Spieler festgesetzt zu haben, nur so lässt sich der lethargische Auftritt der Thuner in der Startphase der Partie erklären. Der Gegner vom Zürichsee lag in den ersten Minuten meistens in Führung, ohne sich absetzen zu können. «Wir waren zu Beginn nicht hundertprozentig fokussiert», befand Wacker-Trainer Martin Rubin. «Nachdem wir in den ersten vier Matchs der Saison Aussenseiter gewesen waren, gelang es uns nicht, den Schalter umzulegen. Zudem spielte Stäfa mit vollem Tempo drauflos.» Die jungen Lakers-Spieler überzeugten mehr mit Einsatzbereitschaft als mit spielerischen Qualitäten. So fand Wacker, angeführt vom herausragenden Borna Franic, immer besser ins Spiel. Knackpunkt Disziplin Trotzdem blieb die Partie ausgeglichen, bis Gäste-Trainer Markus Jud kurz vor der Halbzeitpause sein Team mit einer dummen Aktion selbst schwächte. Er beklagte sich so lautstark über die Schiedsrichter, dass gegen ihn eine Zweiminutenstrafe ausgesprochen wurde. Diese Undiszipliniertheit war der Knackpunkt im Spiel. Wacker konnte die nummerische Überzahl ausnutzen und verschaffte sich zum ersten Mal ein kleines Polster. «Die Stäfa-Spieler haben in dieser Phase gemerkt, dass es ihnen wohl nicht zu einem Exploit reichen würde», sagte Martin Rubin zur Schlüsselszene. In den ersten Minuten nach der Pause verlief dann der Match so, wie es die meisten Zuschauer im Vorfeld vermutet hatten. Die Heimmannschaft dominierte und erarbeitete sich zwischenzeitlich ein Vorsprung von sechs Toren; die Partie schien entschieden. Doch das Schiedsrichterduo Marco Brianza/Guido Lämmler, welches im ganzen Spiel nie eine einheitliche Linie fand, schickte mit Reto Friedli und Lukas von Deschwanden gleich zwei Wacker-Spieler für zwei Minuten raus. So fanden die Gäste noch einmal in die Partie zurück und kamen nochmals auf zwei Tore heran. Zu mehr reichte es den Gästen indes nicht. Mit sieben Toren in Serie sorgten die Thuner in der Folge endgültig für Klarheit. Sinnbildlich für die Dominanz war der wunderschöne Treffer von Luca Linder, welcher einen Traumpass Simon Getzmanns quer durch den Torraum direkt aus der Luft verwertete. Überragender Borna Franic Das Schaulaufen in den letzten Minuten führte zum Ergebnis von 43:36. Trotz dem schliesslich ungefährdeten Sieg war Martin Rubin nicht zufrieden mit der Leistung seines Teams. «Ich hatte von meiner Mannschaft einen Erfolg mit zehn Toren Vorsprung gefordert», hielt der Wacker-Trainer fest. Verlassen konnten sich die Thuner auf ihren Topskorer Borna Franic. Der Kroate, welcher auf diese Saison hin von Endingen ins Berner Oberland gezogen war, hatte mit zwölf Treffern massgeblichen Anteil am deutlichen Triumph. Dominic WuilleminTabelle/Telegramm Seite 16>

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch